30. November 2011
Traditionelle Grünbaumrunde bekräftigt Stärke der Region Ostalb
Mitgliederversammlung bestätigt kompletten Sektionsvorstand im Amt
Aalen. „Wir brauchen ehrliche, klare, deutliche und ungeschminkte Aussagen. Das wird die einzige Chance sein, um diese verfahrene Situation in Land, Bund und der EU zu überwinden.“, stellte der Sprecher der Sektion Ostalb und Landesvorstandsmitglied Normann Mürdter bei der traditionellen Grünbaumrunde des Wirtschaftsrats der CDU fest.

Zur Sommerrunde lud die Sektion Roderich Kiesewetter MdB und Staatssekretär Dr. Stefan Scheffold MdL ein. Die Unternehmer suchten das deutliche Gespräch über die derzeitige Lage der Region und des Landes. Zudem wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung der Sektionsvorstand geschlossen wiedergewählt.

 

Mit Blick auf die heimische Region forderte der Bundestagsabgeordnete Kiesewetter, dass die bereits vorhandenen Stärke unbedingt ausgebaut werden solle. „Wir haben 16 Weltmarktführer in Ostwürttemberg. Wir können viel mehr aus unserer Region machen.“ Dazu brauche man eine enge Verzahnung von Wirtschaft und Politik. Beispielsweise könne man Ingenieure und Hochqualifizierte holen und hier binden, indem es auch entsprechende Angebote für die Partner gibt. Neben der Qualifizierung und Schulung nannte Kiesewetter dabei auch das Thema Kinderbetreuung. In Sachen Verkehrsinfrastruktur beklagte er die Lippenbekenntnisse bei der B29. „Die Bundesstraße und die bessere Anbindung an Stuttgart sind wichtig.“ Dr. Stefan Scheffold ging vor allem auf die allgemeine Situation nach der Landtagswahl ein. Beim Umgang mit den Gegnern im Wahlkreis forderte er alle Beteiligten auf: „Wir müssen verfolgen, was die Abgeordneten der Grünen und der SPD tun. Wir unterstützen sie beispielsweise beim Thema mehr Bürgerbeteiligung. Aber wir wollen dann auch Ergebnisse sehen!“

 

Das brennendste Thema aus Sicht des Wirtschaftsrates sei die Eurokrise. Darin war sich das Plenum einig: „Die Politik ist (mit)schuldig. Man hat eine Entscheidung zu lange aufgeschoben.“ Gleichzeitig forderte es von der CDU, auch in Abgrenzung zur FDP, ein schärferes Profil ein. „Sonst läuft die Union Gefahr, in der Wählergunst ebenfalls zu verlieren. Zum Beispiel sind 70 Prozent der Deutschen gegen die geplante Steuersenkung.“ Der baden-württembergische Landesvorsitzende des Wirtschaftsrats, Dr. Ulrich Zeitel, erklärte mit Bezug zum Thema Energiepolitik: „Die Bundesregierung ist auf einen Schlag aus dem europäischen Stromverbund ausgestiegen. Das ist ein zutiefst widereuropäisches Verhalten. Unsere Nachbarn werfen heute kritische Blicke auf uns. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht viel Vertrauen zerstören.“ Zugleich mahnte er die Politik zu Ehrlichkeit, in dem was sie den Menschen erzählt: „Wir Baden-Württemberger wissen doch, was Sparen heißt und diese Landesregierung gibt Geld mit vollen Händen aus, das sie gar nicht hat.“

 

 

In der anschließenden Mitgliederversammlung wurde Normann Mürdter als Sektionssprecher bestätigt. Auch alle bisherigen Vorstände wurden wiedergewählt. Der neue und alte Sektionsvorstand besteht somit aus:

  • Normann Mürdter, Geschäftsführer, Mürdter Metall und Kunststoffverarbeitung GmbH.
  • Udo Effenberger, Vorstandssprecher, Volksbank Schwäbisch Gmünd eG.
  • Jörn P. Makko, Geschäftsführer, Südwestmetall Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.
  • Dr. Friedrich Rudzik, Inhaber, Atelier für Industriedesign.
  • Karl-Stefan Schotzko, Geschäftsführer, Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Baden-Württemberg e.V.
  • Roland Wendel, Steuerberater/Partner, Ernst & Young GmbH.

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