28. März 2017
Über den Erfolg entscheidet der Verbraucher
Vier FinTech-Start-ups im Fokus
Frankfurt hat sich auf den Weg gemacht, eine Spitzenposition als innovatives Zentrum für FinTech-Unternehmen zu erlangen. Durch Fintech-Cluster hat Frankfurt gute Voraussetzungen erfolgreich zu werden, auch weil Politik und Privatwirtschaft gemeinsam etwas aufbauen – und weil die Banken- und Finanzindustrie hier ansässig ist. Im FinTech Hub der Deutschen Börse AG in Frankfurt Bornheim verwirklichen vier FinTech-Start-ups ihre Versionen vom digitalen Finanzmarkt. Alexander von Preysing, Senior Vice President Pre-IPO & Capital Markets bei der Deutschen Börse AG, berichtete über das Engagement der Deutschen Börse AG. Die Mitglieder der LFK Familienunternehmen und Mittelstand konnten sich vor Ort ein Bild von den Ideen und Gründern machen.
v.l.n.r.: Michael Duttlinger, Alexander und Benjamin Michel, Dr. Gernot Overbeck, Dr. Yassin Hankir und Erhard Seeger über die Zukunft der Finanztechnologie (Foto: Wirtschaftsrat)

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein und doch verfolgen sie dieselbe Vision: Ihre Produkte sollen am Markt bestehen, den Verbraucher unterstützen, den Finanztransfer vereinfachen. Derzeit gestalten vier Start-ups die Zukunft der Finanztechnologie - miteinander im Hub der Deutschen Börse AG. Michael Duttlinger, Mitgründer der CASHLINK Payments UG, Dr. Gernot A. Overbeck, CEO der Fintura GmbH, Dr. Yassin Hankir, Mitgründer der savedroid AG, sowie die Zwillinge Alexander und Benjamin Michel, Gründer der dwins GmbH, stellten ihre Unternehmen den Mitgliedern des Wirtschaftsrates vor. Sie alle profitieren von dem guten Netzwerk, das ihnen die Deutsche Börse biete. Sie alle haben ähnliche Probleme, gemeinsam können sie diese lösen. „Der Unternehmensgründung und –Führung obliegen viele Herausforderungen, die beachtet werden müssen. Bürokratische Hürden muss man kennen, um sie zu meistern. Der Austausch ist eine wahre Bereicherung“, erklärte Duttlinger. Gemeinsam mit seinen Studienfreunden hat Duttlinger eine App entwickelt, die die Peer-to-Peer- Bezahlung vereinfachen will. Den Weg in die Selbstständigkeit vereinfach im Sinne von Strukturieren soll auch die Idee von Dr. Overbeck. Gemeinsam mit seinem Partner hat er ein Vergleichsportal entwickelt, das kleinen und mittelständischen Unternehmen einen leichten und sehr schnellen Zugang zu Krediten ermöglicht.

Alexander von Preysing von der Deutschen Börse empfing den Wirtschaftsrat im Deutsche Börse FinTech Hub (Foto: Wirtschaftsrat)

Für ihre Ideen ist das Netzwerk der Deutschen Börse maßgeblich für deren Entwicklung: „Uns entstehen dadurch viele Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und PR in eigener Sache zu betreiben. Insbesondere beim Thema PR konnten wir vom Netzwerk der Deutschen Börse sowie von den anderen Start-Ups profitieren“, so Dr. Overbeck. Das Deutsche Börse Venture Network biete den Jungunternehmern dabei multidimensionale Unterstützung: Es sei mehr als nur ein Schreibtisch zum Arbeiten. Die Start-ups können sich gegenseitig unterstützen, erhalten gezielte Beratung und profitieren vom Netzwerk. Das alles auf rund 450 Quadratmetern – nahe der Frankfurter City, aber weit genug entfernt, um sich die eigene Kultur fernab des Bankenregimes zu bewahren.

 

Die Atmosphäre hat ebenfalls eine große Wirkung auf die jungen Start-up-Gründer: „Seit ich meinem alten Job den Rücken gekehrt habe, gehe ich wieder gerne zur Arbeit. Ich weiß, wofür ich morgens aufstehe.“ Für Dr. Hankir war es ein großer Schritt vom sicheren Job in die Selbstständigkeit. Mit der App savedroid hat der Verbraucher die Möglichkeit mit Spaß Geld zu sparen – ein geniales Konzept, das auf dem Prinzip der Belohnung automatisch einen vorher bestimmten Geldbetrag beiseitelegt. Aufgeben kommt für keinen von ihnen infrage. „Es ist nicht schlimm zu scheitern. Schlimm wäre es nicht wieder aufzustehen“, erklärt Benjamin Michel. Er und sein Bruder seien schon gescheitert. Und dann? „Wir haben weiter gemacht und uns anhand unserer Fehler weiterentwickelt. Das ist das Entscheidende: Weitermachen!“

Finden Sie hier den Bericht des Deutsche Börse Venture Network.

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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