20. März 2020
Unbürokratische und markwirtschaftliche Hilfe für die Startup-Szene dringend erforderlich
Wolfgang Steiger: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bedrohen auch die Digitalwirtschaft und gefährden die digitale Kompetenz Deutschlands

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. begrüßt die Pläne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gemeinsam mit der KfW ein eigenes Maßnahmenpaket für Startups aufzulegen. „Wenn die Bundesregierung jetzt nicht energisch auf die aktuelle Situation reagiert, droht vielen, auch etablierten Startups ein jähes Ende. Die Finanzierung vieler Startups reicht oft nur für einige Monate, viele Produkte sind auf eine starke Nachfrage angewiesen, die es zurzeit nicht gibt“, warnt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

 

„Leider greifen die bisher angekündigten Maßnahmen für Unternehmen in Form von Krediten der KfW bei Startups nicht. Ein Teil des Kreditrisikos muss von der Hausbank getragen werden. Dort erhalten Startups wegen Ihres Geschäftsmodells jedoch meistens kein Darlehen“, erläutert Wolfgang Steiger. „Die Corona-Krise hat Konsequenzen für den kompletten Markt. Daher ist es von enormer Bedeutung, dass die Maßnahmen der Bundesregierung alle Markteilnehmer in den Blick nehmen. Es ist daher folgerichtig, dass auch für Startups an einer marktwirtschaftlichen Lösung gearbeitet wird“, so Wolfgang Steiger.

 

Der Wirtschaftsrat sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert, dass die geplanten Maßnahmen möglichst unbürokratisch und schnell gestartet werden. „Trotz der gebotenen Eile müssen es marktwirtschaftliche Maßnahmen sein, die sich an der Realität des Marktes orientieren und sich auf aussichtsreiche Geschäftsmodelle beschränken. Außerdem darf kein Geld in Form von Subventionen fließen. Denkbar sind staatliche Darlehen, die nach der Krise wieder zurückgezahlt werden müssen. So könnte die Liquiditätshilfe beispielsweise für einen Monat im Verlauf eines Jahres mit niedrigen Raten und ohne Verzinsung zurückgeführt werden“, stellt Wolfgang Steiger klar. 

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