17. November 2016
Innovationspolitisches Frühstück
Unsere Sache ist die Zukunft von Baden-Württemberg
Hoffmeister-Kraut: Gründer inspirieren mich
Einzigartiges Zusammenspiel der Kräfte: Politik, Unternehmen, Start-Ups und Wirtschaftsrat vernetzen sich bei gemeinsamer Veranstaltung in den Accelerate Spaces in Stuttgart. Mit dabei waren Landesvorsitzender Joachim Rudolf, Dr. Stefan Kaufmann MdB als Moderator, Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Gastgeber Johannes Ellenberg, Michael Haufler und Christoph Röscher von Startup Stuttgart e.V. sowie Patrick Perner, James UG.
3. Inno-Frühstück des Landesverbands (Foto: WR)

Jetzt ist es amtlich: Der Wirtschaftsrat kann auch Start-Ups. Dies verdeutlichte auch Joachim Rudolf bei seiner Begrüßung vor 150 Unternehmern aus Baden-Württemberg.
In ihrem Vortrag sagte Landes-Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut vielen in der Politik fehle das Verständnis für Gründer. Es sei Aufgabe der Politik auf die Start-Ups zuzugehen. Die Dynamik könne aber nicht von ihrem Ministerium allein ausgehen: „Wir müssen uns vernetzen“. Es gelte, das ganze „Ökosystem“, alle Bestrebungen und Partner zusammenzuführen. Ferner müsse die Vermarktung hierzulande besser werden, gerade weil Baden-Württemberg ein Flächenland sei.
Auch Dr. Stefan Kaufmann sah das ähnlich. Die Politik müsse sich mehr für Start-Ups interessieren. Kann Stuttgart zum Leuchtturm der deutschen Star-Up-Welt werden? Die Voraussetzungen wären da, so der Innovations-Politiker.

Dr. Stefan Kaufmann, Johannes Ellenberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Joachim Rudolf (Foto: WR)

„Unsere Sache ist die Zukunft von Baden-Württemberg. Das macht es zu unser aller Sache“, war sich Johannes Ellenberg, Gründer von Accelerate Stuttgart, sicher. „Von den Unternehmen wünsche ich mir Mut das Ungewisse anzugehen und von der Politik starke Visionen. Die Bremsklötze der Bürokratie müssen weg.“

Michael Haufler, scireum GmbH, bedauerte, finanzkräftige Unternehmen investieren oft nicht im Ländle. Zudem stimme der Spirit nicht. Eltern, Lehrer, Professoren rieten oft von Gründungen ab.
„Zum Start-Up-Ökosystem gehören auch die bestehenden Unternehmen“, meinte Christoph Röscher, Bosch GmbH. Das sei die große Stärke von Stuttgart. Das Glas sei halb voll, „aber wir müssen uns bewegen“.

v.l.n.r.: Johannes Ellenberg, Christoph Röscher, Dr. Stefann Kaufmann MdB, Michael Haufler, Patrick Perner (Foto: WR)

In einer Art Elevator-Pitch stellte Gründer Patrick Perner die Herausforderungen dar. Venture Capital fließe nicht in die eigene Szene. Zudem habe Berlin ein Kostenvorteil bei Personal, Miete, etc. Bezahlbare Fachkräfte im IT-Bereich seien fast nicht zu finden. Ob er mit seinem Unternehmen in Stuttgart bleiben kann, ist offen.

 

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