02. Mai 2017
Verdopplung des Grenzwertes bei geringwertigen Wirtschaftsgütern im Deutschen Bundestag beschlossen
Koalitionsfraktionen kommen Forderung des Wirtschaftsrates nach

Mit dem Beschluss zur Verdopplung des Grenzwertes bei geringwertigen Wirtschaftsgütern von 410 auf 800 Euro vergangene Woche im Deutschen Bundestag wird eine langjährige Forderung des Wirtschaftsrates der CDU e.V. erfüllt. "Das ist eine gute Nachricht für den Mittelstand und das Handwerk, da die Anhebung eine erhebliche Entlastung von bürokratischen Pflichten und mehr finanzielle Mittel für wichtige unternehmerische Investitionen bedeutet", erklärt Generalsekretär Wolfgang Steiger.

Mit der Verständigung ist sind die Koalitionsfraktionen einer Kernforderung vor allem der im Wirtschaftsrat organisierten mittelständischen Familienunternehmen gefolgt. Der Schwellenwert für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern war seit den 1960er Jahren nicht mehr angefasst worden.

 

"Es ist wichtig, dass Deutschland ein investitionsfreundliches Klima schafft. Bei den zu erwartenden Steuermehreinnahmen in Höhe von 140 Milliarden Euro bis 2021 sind weitere Steuersenkungen ein Gebot der Stunde", so Wolfgang Steiger weiter. Der Wirtschaftsrat fordert daher die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, das weitere Abschmelzen des Mittelstandsbauchs bei der Einkommenssteuer, die Erhöhung der Werbekostenpauschale sowie die Reduzierung des Einkünftekatalogs bei der Einkommenssteuer von sieben auf nur noch vier Einkunftsarten. Ferner ist die Anhebung des Jahreseinkommens notwendig, ab dem der Höchststeuersatz von 42 Prozent zu greifen beginnt, von derzeit rund 54.000 Euro auf mindestens 60.000 Euro jährlich.

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