03. November 2016
Verkehrspolitik 4.0 - Digitalisierung als Lösungskonzept?
Hintergrundgespräch mit WR-Verkehrsexperten Frank M. Schmid
(Foto: Wirtschaftsrat)

Wie entwickeln sich die Verkehre in den nächsten Jahrzehnten? Kann eine Digitalisierung zu einem besseren Verkehrsfluss etwas beitragen, oder bleibt Nordrhein-Westfalen auch in der Zukunft Stauland Nr. 1? Wie verändert sich die persönliche Mobilität, aber auch die Logistikbranche insgesamt? – Viele Fragen, die Frank M. Schmid, Vorsitzender der Landesfachkommission, Verkehr, Logistik und Infrastruktur des Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen, in Warendorf sachkundig beantwortete. 


„Konnektivität wird die bisherige Verkehrslandschaft verändern. Bislang stehen den großen Infrastrukturanbietern nur einzelne Nutzer gegenüber. Dank smart divices werden sich Mobilitätsanbieter etablieren, die einen Mobilitäts-Markt begründen. Sie werden gebündelt Verkehrsleistungen bestellen, abrufen und bezahlen. Aus Nutzern werden zukünftig Kunden. Dies wird auf Seiten der Anbieter zu Veränderungen führen und man wird sich genau überlegen, wann z.B. der Grünschnitt an einer Autobahn durchgeführt wird, um Einnahmeverluste zu vermeiden“, prophezeite Schmid vor den Unternehmerinnen und Unternehmern der Sektion Warendorf des Wirtschaftsrates der CDU e.V. Bereits jetzt sei absehbar, dass im Bereich des Flugverkehrs, Gepäck und Fluggäste getrennt befördert werden. Dies spare nicht nur beim Einchecken Zeit, sondern stelle auch für die Kunden eine Erleichterung da. Das Gepäck werde von zu Hause abgeholt und befindet sich bereits im Hotelzimmer, wenn der Reisende ankomme.