24. Mai 2017
Verpflichtendes Rückkehrrecht aus Teilzeit gestoppt
Zusätzliche Bürokratie und mangelnde Planbarkeit in Personalpolitik abgewendet

Der Wirtschaftsrat bewertet es als Erfolg, dass ein Beschluss über ein gesetzliches Teilzeitrückkehrrecht in dieser Legislaturperiode verhindert werden konnte. Obwohl die Union zu einem solchen Recht für Unternehmen ab 200 Beschäftigten bereit gewesen wäre, beharrte SPD-Ministerin Nahles auf einer Mitarbeiterschwelle von 15. Dem Handelsblatt gegenüber erklärte Generalsekretär Wolfgang Steiger, dass das Gesetz Frauen letztendlich mehr geschadet als genützt hätte. "Die Gesetzesinitiative wäre zum Einstellungshemmnis für Frauen geworden, da der Wunsch, in Teilzeit zu gehen und danach eben auch wieder in Vollzeit zurückzukehren, bei Frauen größer ist."

Dass das Teilzeit-Gesetz jetzt verhindert werden konnte, ist das richtige Signal. „In einer Arbeitswelt, die immer flexibler und agiler wird, darf die Arbeit nicht immer weiter reguliert und unflexibler gemacht werden. Der deutschen Wirtschaft und vielen Frauen wäre mit dem Teilzeitrückkehrrecht Schaden zugefügt worden“, warnt Wolfgang Steiger. „Jeder Unternehmer hätte sich genau überlegen müssen, wie er Flexibilität in der Belegschaft erhält, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und bei Rückkehr von Teilzeitkräften in Vollzeit reagieren zu können. Die Folge wären Befristungen, Zeitarbeit und Werkverträge gewesen - also genau die Art von Arbeitsverhältnissen, die die SPD gerne als prekär verleumdet und zurückdrängen will.“

 

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