05. März 2014
Versorgungs- und Peisstabilität für die Energieversorgung der Region Flensburg
Die Sektion Schleswig/Flensburg emfpängt Maik Render Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg GmbH
Im Hinblick auf die Versorgungssicherheit zeichnen sich die Stadtwerke Flensburg als regionaler Versorger durch interessante Besonderheiten aus. Das wurde klar bei dem Besuch des Vorsitzenden der Geschäftsführung Maik Render in der Sektion Schleswig-Flensburg, die dazu in den Historischen Krug nach Oeversee eingeladen hatte.
Maik Render, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Flensburg GmbH, erläutert die strategische Position des regionalen Versorgers (Foto: Wirtschaftsrat)

Zum einen, so Render, würden die Stadtwerke Flensburg mit ihrem Netz nicht am deutschen, sondern am dänischen Stromnetz hängen. Risiken im deutschen Stromnetz, die aus einem
wachsenden Anteil fluktuierender Strom einspeiser im Zuge der Energiewende erwachsen könnten, seien für den hiesigen Regionalversorger daher weniger relevant. Zudem blicken die Dänen auf längere Erfahrungen bei der Einspeisung von erneuerbaren Energien zurück als die häufig zitierte Vorreiterrolle Deutschlands es erwarten ließe.

 

Zum anderen hätten die Stadtwerke Flensburg kürzlich in einen gewaltigen Tauchsieder investiert, der überschüssige Strommengen aus der Windenergie in Wärme umwandelt und in das Fernwärmenetz einspeise. Dieses Wärmenetz wurde bereits seit Ende der 1960er Jahre so konsequent ausgebaut, daß die Anschlußquote der Region Flens burg bundesweit Spitze sei.

 

Das Fernwärmenetz werde inzwischen durch einen Kraftwerkspark auf der Basis von Kohle, Holz und Ersatzbrennstoffen sowie Gas intelligent befeuert. Um die insgesamt gute CO2-Bilanz weiter zu verbessern, soll in den nächs ten Jahren schrittweise von Kohle auf Gas umgestellt werden. Die Politik, so Render, lege jedoch für die Entwicklung der städtischen Tochtergesellschaft ebenso Wert auf ein positives Beteiligungsergebnis wie auf eine Sicherstellung günstiger Energiepreise für die Region. Als bundesweit günstigster Fernwärmeanbieter werde man dieses Ziel auch zukünftig erreichen, im Gegensatz zum Standort Kiel, der sich offenkundig aus dem Kreis der bundes weit günstigsten Anbieter verabschieden müsse.

 

Sektionssprecher Torsten Koch dank te für die interessanten Einblicke und begrüßte, daß trotz der wiederholten Abschreibungen von Beteiligungen fortgesetzt mit stabilen Niedrigpreisen für den Unternehmensstandort zu rechnen sei. Die strategischen Vorteile aus dem guten Fernwärmenetz
und aus der Anbindung an das dänische Stromnetz könnten im Zuge der Energiewende weitere Chancen eröffnen, durch im bundesweiten Vergleich wachsende Energiekostenvorteile die
Attraktivität des Standorts weiter auszubauen.

 

Ein besonders herzlicher Dank ging an Gatgeberin Lenka Hansen-Mörck, die uns im Historischen Krug in Oeversee einen hausgemachten süß-sauren Linseneintopf nach alter Art servieren ließ, der mit großer Begeisterung aufgenommen wurde./BZ