19. Oktober 2016
Von Historie zu Hightech
Der Junge Wirtschaftsrat Hessen zu Gast bei Rolls Royce Deutschland
Rolls-Royce ist ein weltweit führender Hersteller von Antriebssystemen. In Deutschland ist das Unternehmen mit seinen Geschäftsbereichen "Zivile Luftfahrt", "Militärische Luftfahrt", "Schiffstechnik" und "Power Systems" vertreten. Am Standort Oberursel konnten sich die Mitglieder des Jungen Wirtschaftsrates Hessen ein Bild von dem historischen Gelände und dessen modernster Produktionstechnik machen.
Die Teilnehmer der Werksführung bei Rolls Royce (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Sicherheitsvorschriften bei Rolls Royce Deutschland sind hoch: Das Unternehmen wahrt eine lange Tradition von Produktionstechniken und verbindet damit Hightech mit Historie. Thomas Ederer Finance & Commercial, Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG Oberursel, empfing die Mitglieder des Jungen Wirtschaftsrates Hessen: „Bei Rolls Royce ist Präzision eine Unternehmensphilosophie. Das zieht sich auch durch den Standort Oberursel.“ Um den Teilnehmern der Werksführung einen fundierten Einstieg zu liefern, stellte Ederer eines der zahlreichen Bauteil-Portfolios vor. „Der Standort Oberursel ist ein Produktionsstandort mit modernster Fertigungstechnologie. Hier stellen wir High-Tech-Komponenten für zahlreiche Rolls-Royce Triebwerksprogramme her“, erläuterte Ederer. Unter anderem produziert Rolls Royce Triebwerke für Airbus, Boeing und Gulfstream. Auch für den Airbus A350 werde produziert, das Geschäft verlagere sich derzeit auf große Projekte: „In der Luftfahrt und der Luftfahrttechnologie geht es besonders turbulent zu. „Rolls Royce konnte sich aufgrund seiner Produktionsmechanismen gerade bei großen Anwendungen etablieren und ist mittlerweile Marktführer.“

 

Die anschließende exklusive Werksführung unter Jens Jersch, Assistant Team Leader bei Rolls Royce, brachte die Teilnehmer in eine der modernen Fertigungshallen. „Wenn in Produktion und Auslieferung etwas schief läuft, hat das Auswirkungen auf Firmen in ganz Deutschland,“ erklärte der Diplom-Wirtschaftsingenieur, während er den Anwesenden die Entwicklung der „Pancakes“, der Rohmodelle, hin zum Triebwerk vorstellte. „Bei Anlieferung wiegt das Rohmodell 220 Kilogramm, nach den teils sehr feinen Fräsarbeiten wiegt es lediglich 19 Kilogramm. Das macht unsere Arbeit so einzigartig.“

 

Den historischen Teil der Führung übernahm Erich Auersch, Vorsitzender des Geschichtskreises Motorenfabrik Oberursel: „Unser werkeigenes Museum stellt - wie unsere Technologie auch – ein Unikat dar. Hier wurde Geschichte geschrieben und wir an diesem Standort halten diese hoch.“ Zu sehen bekamen die Teilnehmer unter anderem Hubschrauber-Triebwerke, die seit den 70er Jahren stetig weiterentwickelt wurden. Tradition hat bei Rolls Royce auch der Betriebsrat. Das Unternehmen zeichnet sich für einen engen Dialog mit den Mitarbeitern aus. Unternehmensstrukturen und Mitarbeiterkommunikation werden genauso praktiziert wie Hightech-Technologie und die historische Verbundenheit mit dem Standort. 

Foto: Wirtschaftsrat