26. Mai 2011
„Warum zufriedene Mitarbeiter nichts wert sind“
Wirtschaftsrat fordert mehr kluge Köpfe für Deutschland Weg frei machen für qualifizierte Zuwanderung!
Rheinau-Linx. Der Wirtschaftsrat fordert zur Linderung des Fachkräftemangels eine massive Bildungs-offensive. „Gerade in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern besteht erheblicher Nachhol- und Handlungsbedarf“ so Markus Arendt, der frisch gewählte Sprecher der Sektion Ortenau. „Die prognostizierte Lücke von 2 Millionen Hochqualifizierten im Jahr 2020 kann nur vermieden werden, wenn auch das Potential von Frauen, Älteren und Menschen mit ausländischen Wurzeln besser ausgeschöpft wird“, fasste er die Kernpunkte der Problematik zusammen.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer der Sektion Ortenau und mehr als 120 weitere Gäste waren der Einladung gefolgt und haben sich in der World of Living der WeberHaus GmbH & Co KG in Rheinau-Linx unter der Prämisse „Warum zufriedene Mitarbeiter nichts wert sind“, einem Vortrag von Jörg Hilber, der Frage der work life evaluation gestellt. Die Unternehmer erfuhren, was sie über ihre Mitarbeiter, und ihre Mitarbeiter über sie wissen sollten und hörten, weshalb es so wichtig ist, die Mitarbeiterbeziehung zu analysieren.

 

Humankapital stellt einen Erfolgsfaktor dar, der in Zukunft umso wichtiger wird. Der Fachkräfte-mangel sorgt seit geraumer Zeit für Gesprächsstoff in der Region. Daher warf die Sektion Ortenau des Wirtschaftsrates der CDU einen vertiefenden Blick auf das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und die künftigen arbeitsmarktpolitischen Perspektiven. Jörg Hilber,  Dozent im Bereich Services Marketing und Management, zeigte hierbei auch die Zusammenhänge zwischen Arbeit und Privatleben sowie der Zufriedenheit mit dem Leben außerhalb der Arbeit auf. Er  lieferte dazu die nötigen Eindrücke.

 

Sektionssprecher Markus Arendt machte in seiner Einführung deutlich, welch tragende Bedeutung die qualifizierte Zuwanderung einerseits, sowie die Erleichterung der Arbeitstätigkeit von Frauen andererseits darstellt. „Wir können es uns nicht leisten, dass 5,6 Millionen Frauen unter 60 keinem Beruf nachgehen. Zur Förderung der Berufstätigkeit brauchen wir mehr Ganztagesschulen und Kinder-betreuungsplätze“, so seine klare Einschätzung und Forderung.

 

Einhelliger Konsens der anwesenden Zuhörer war, dass breiter Handlungsspielraum gegeben ist: Sowohl heute im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, als auch durch deutliche Investitionen in Bildung als Wege der nachhaltigen Sicherung der Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Markus Arendt fasste die Position des Wirtschaftsrats abschließend zusammen: „Das Vorbild der Schweiz macht es vor: Mehr kluge Köpfe für Deutschland durch Absenkung der Mindesteinkommens-Schwelle und eine massive Bildungsoffensive sind die Kernaufgaben für morgen!“

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