17. November 2015
Wearable Computing in der Industrie 4.0
Best Practices aus Ubimax-Datenbrillen-Projekten
Der Wirtschaftsrat in Bremen hat in seinem 15-Punkte-Programm zur Wirtschaftspolitik für die Bürgerschaftswahl am 10. Mai 2015 u. a. den Ausbau von innovativen Technologien für Bremen und Bremerhaven gefordert. Als Best Practice Beispiel informierten sich die Teilnehmer des Landesverbandes Bremen beim Business-Frühstück zu Gast bei der Ubimax GmbH, dem europäischen Marktführer für „Wearable-Computing-Lösungen“, über die aktuellen technologischen Möglichkeiten der Datenbrillen. Nach der Präsentation von Dr. Henrik Witt, CEO des Unternehmens, konnten die Teilnehmer die Datenbrillen in der Praxis testen und so einen persönlichen Eindruck dieser Technik gewinnen.

Die Teilnehmer testen die Datenbrillen (Foto: Wirtschaftsrat)

Zu Beginn begrüßte die Landesgeschäftsführerin des Landesverbandes Bremen des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Frau Dr. Barbara Rodewald, die Wirtschaftsratmitglieder und Gäste, die sich zu früher Stunde auf den Weg in die prosperierende Bremer Überseestadt gemacht hatten, sehr herzlich. Frau Dr. Rodewald bedankte sich bei der Geschäftsführung der Ubimax GmbH für die Einladung und den bevorstehenden Einblick in ihr innovatives Unternehmen.

Als einer der drei Firmengründer präsentierte Dr. Henrik Witt dem interessierten Publikum einen Überblick über Wearable Computing. Dabei sind Datenbrillen nur eine Möglichkeit, es gibt etliche weitere Optionen wie Smart-Watches, Westen oder Handschuhe, in denen modernste Technik eingesetzt und von den Menschen genutzt werden kann. Ubimax hat sich auf die Datenbrillen und deren Programmierung spezialisiert und ist damit erster und bisher einziger offizieller deutscher Partner von Google (Glass at Work Certified).
Die Nutzung der Datenbrillen ist vielfältig: so werden diese Lösungen sehr erfolgreich im Logistikbereich eingesetzt, dienen als Unterstützung bei der Fertigung und Qualitätssicherung in Produktionsbetrieben und werden in Wartungsprozessen und im Service eingesetzt. Großer Vorteil dieser Nutzungen ist bei den Anwendern, dass sie die Hände frei haben bei allen Prozessen und sich bei Bedarf weitere Informationen zusätzlich einblenden lassen können, bis zur Zuschaltung von Spezialisten über die Remote-Unterstützung. Weitere Anwendungsgebiete liegen im medizinischen Bereich sowie in der Baubranche.
Es wurde intensiv diskutiert, inwieweit der Mensch, also der Nutzer, dabei zum „Roboter“ mutiert oder ob der Aspekt der Vorteile (Flexibilität, Freiheit in der Bewegung, Bereitstellen beliebiger Informationen, Fehlervermeidung) überwiegt bei den Prozessen, die ohnehin durch den Menschen erledigt werden müssen.
In der Praxis haben sich diese Datenbrillen bereits vielfach bewährt. Zu den Kunden von Ubimax gehören beispielsweise Großunternehmen wie DHL, Daimler oder Volkswagen, aber auch für den klassischen Mittelständler gibt es Anwendungsvorteile.

Als letzten Programmpunkt des Businessfrühstücks konnten alle Teilnehmer sich einen realen Einblick dieser Technologie verschaffen. Es wurden einige Datenbrillen mit Mustersituationen getestet und die Möglichkeit zu weiteren Fragen und zum Austausch unter den Teilnehmern intensiv genutzt. Es bleibt spannend, wie sich auf Basis dieser oder neuer Technologien die Digitalisierung weiter fortführen lässt…

Der Praxistest anhand von Mustersituationen (Foto: Wirtschaftsrat)
Präsentation und Information zum Wearable Computing (Foto: Wirtschaftsrat)