14. September 2017
"Weltstadt"-Debatte: Hamburgs Wohlstandsniveau ist nicht selbstverständlich!
Dr. Henneke Lütgerath: Kerstan muss Initiative FÜR Hamburg zeigen, Bebauungspläne für Kleinen Grasbrook grundsätzlich gutes Zeichen

Hamburg müsse nicht um jeden Preis wachsen, befindet Umweltsenator Jens Kerstan und pocht auf mehr Hamburger Bescheidenheit. Dazu erklärt der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates, Dr. Henneke Lütgerath: „Es ist befremdlich, dass ausgerechnet ein Mitglied des Senats unsere Stadt kleinredet und Wachstum für etwas Schlechtes hält. Von einem Senator erwarten wir Initiative für und nicht gegen Hamburg!“


„Es ist ein fataler Irrtum, Hamburgs Wohlstandsniveau als selbstverständlich anzusehen. Ruht die Stadt sich heute auf ihren Lorbeeren aus und gibt sie sich künftig mit Mittelmaß zufrieden, wird sie morgen die Quittung dafür bekommen. Auf Stagnation folgt Rezession“, so Lütgerath weiter. 

 

Wachstum ist seit jeher die Grundlage für den Wohlstand Hamburgs. Die Bevölkerungsstatistik zeigt, dass die Hansestadt enorm beliebt ist und jedes Jahr tausende Einwohner hinzugewinnt. „Das Wachstum Hamburgs lässt sich schon vor diesem Hintergrund überhaupt nicht aufhalten. Was sich aber steuern lässt, ist die Art und Weise wie Hamburg wächst. Und an genau diesem Punkt wird es kritisch: Eine Strategie, vergleichbar dem bewährten Leitbild ‚Metropole Hamburg – wachsende Stadt‘, hat der Senat nicht. Es braucht endlich wieder eine Vision für die nächsten 20 bis 30 Jahre, mit der sich auch die Bevölkerung identifizieren kann“, fordert der Landesvorsitzende Henneke Lütgerath

 

Grundsätzlich begrüßt der Wirtschaftsrat vor diesem Hintergrund die jüngst vorgestellten Bebauungspläne für den Kleinen Grasbrook und sieht es als gutes Zeichen an, dass sich der Erste Bürgermeister mit diesem Großprojekt auf das Erfolgskonzept „Wachsende Stadt“ zurückbesinnt. „Gleichwohl haben wir Bedenken, dass die Kostenkalkulation nicht ganz sauber ist und städtebauliche Aspekte deswegen in den Hintergrund treten könnten. Es muss sichergestellt sein, dass eine dem Hamburger Stadtbild angemessene Gebäudehöhe – um die hohen Kosten am Ende zu decken – nicht überschritten wird“, betont der Landesvorsitzende.

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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