16. März 2016
Werner M. Bahlsen: CDU muss Markenkern an entscheidenden Stellen wieder finden
Ehemalige Wähler fühlen sich nicht mehr ausreichend vertreten - AfD nicht leichtfertig Spielfeld überlassen

Der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V, Werner M. Bahlsen. fordert die CDU auf, ihren Markenkern wieder zu finden. "Die Wahlergebnisse zeigen, dass viele Menschen zutiefst verunsichert sind und sich in ihren Ängsten nicht ernst genommen fühlen. Die CDU überlässt leichtfertig das Spielfeld einer Partei, der es mit einfachen Antworten und Phrasen gelingt, bisherige Nichtwähler und Wähler aus allen politischen Lagern auf ihre Seite zu ziehen. Die Stärke einer Volkspartei wie der CDU war es, verschiedene politische Strömungen zu integrieren und Menschen mit ihren Sorgen zu beheimaten. Aber sowohl marktwirtschaftlich als auch wertkonservative Wähler fühlen sich durch die CDU nicht mehr ausreichend vertreten. Sie sind heimatlos geworden. Viele Werte, für die die CDU einmal stand, wie innere Sicherheit, Marktwirtschaft, Regeln für unser Zusammenleben, Generationengerechtigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, scheinen in der aktuellen Politik keine Rolle mehr zu spielen", sagt Werner M. Bahlsen.


Die CDU sei die letzte verbliebene Volkspartei. Sie dürfe diesen Anspruch nicht aufgeben oder gar der AfD diesen Platz überlassen. Werner M. Bahlsen: "Die CDU kann nur verlorenes Vertrauen wiedergewinnen, wenn sie ihren Markenkern an den entscheidenden Stellen wieder findet."

Der Präsident des Wirtschaftsrates zeigt sich "tief besorgt um die innere Stabilität unseres Landes", wenn nicht einmal mehr Große Koalitionen, die eigentlich nur ein Notnagel sein sollten, genügend Sitze gewinnen können und nur noch bunte Dreier-Koalitionen möglich seien. "Am Sonntag wehte der Hauch italienischer Verhältnisse durch die Wahlstudios. Damit muss sich auch der Wirtschaftsrat aus tiefster Sorge um Deutschland und Europa beschäftigen. Denn mit Deutschland schlingert auch die EU massiv mit", befürchtet Werner M. Bahlsen.

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