25. Mai 2016
Wettbewerb auf der Schiene nach Entscheidung des Bundeskartellamtes weiter vorantreiben
Wolfgang Steiger: Nächster Schritt muss diskriminierungsfreie Nutzung des Schienennetzes sein

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. unterstützt die Entscheidung des Bundeskartellamtes, den Fahrkartenvertrieb auf dem deutschen Schienennetz fairer zu gestalten. „Auch 20 Jahre nach der Bahnreform herrscht immer noch kein echter Wettbewerb auf der Schiene. Die Aufhebung des faktischen Verkaufsverbotes von Fahrkarten konkurrierender Anbieter an Bahnhöfen ist ein richtiger und längst überfälliger Schritt. Das Bundeskartellamt hat damit die Wettbewerbsbedingungen auf der Schiene – zumindest im Fahrkartenvertrieb –für Konkurrenten der Deutschen Bahn ein Stück weit angeglichen“, betonte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.

„Der nächste Schritt muss die diskriminierungsfreie Nutzung des Schienennetzes sein“, forderte Wolfgang Steiger. „Hier hält die Bundesregierung mit der Novellierung des Eisenbahnregulierungsgesetzes den Schlüssel in der Hand. So enthält der vorliegende Gesetzesentwurf beispielsweise keine Regelung zu Regressmöglichkeiten der Wettbewerber der Deutschen Bahn gegenüber dem Betreiber der Schienenwege, wenn es durch ihn, etwa in Folge fehlerhaften Baustellenmanagements, zu immer neuen Schienenersatzverkehren, Streckenumfahrungen oder Vertriebsausfällen, und damit zu höheren Kosten bei den Wettbewerbern kommt. Fairen Wettbewerb herzustellen, ist kein leichtes Geschäft, aber es dient vielen: den Fahrgästen, den Unternehmen und letztlich den Steuerzahlern dieses Landes.“

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