13. Juli 2016
Wie ist es um die Soziale Marktwirtschaft in Baden-Württemberg bestellt?
Rülke: Union braucht Wirtschaftsrat dringend
Mit dem FDP-Fraktionsvorsitzenden, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, ging die Sektion Rottweil/Tuttlingen der Frage nach, wie die Freien Demokraten, den grün-schwarzen Koalitionsvertrag bewerten. Wurde aus Sicht der Opposition die Soziale Marktwirtschaft mit dem grün-schwarzen Koalitionsvertrag gestärkt?
Dr. Martin Leonhard, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, Leopold Grimm (Foto: WR)

Rülke sagte, die FDP setze auf so viel Freiheit wie möglich, aber nicht alles könne der Markt regeln. Infrastruktur, Bildung, Energiewende seien staatliche Aufgaben. Er habe eine Ampelkoalition in Baden-Württemberg abgelehnt, da liberale Themen nicht durchzusetzen gewesen seien. Dies habe auch der Koalitionsvertrag gezeigt. Die CDU habe wenig durchgesetzt, Beispiel Bildungsfreistellungsgesetz. Es wimmele von Prüfaufträgen und Finanzierungsvorbehalten.

Bei der Betriebsbesichtigung (Foto: WR)

Der Energiewende prophezeite er ein Scheitern. Die Versorgungssicherheit sei nicht gewährleistet. Schon heute gebe es Mikro-Blackouts. Und viele Unternehmen setzten auf eigene Kleinkraftwerke. "Diskutieren wir am Ende über Laufzeitverlängerungen bei Kernkraftwerken?" Dem Wirtschaftsrat wünschte Rülke daher stärker gehört zu werden.

Dr. Hans-Ulrich Rülke bei seinem Vortrag (Foto: WR)

Geschäftsführer Leopold Grimm, selbst Landtagsabgeordneter a.D., stellte die Grimm Zuführtechnik GmbH & Co. KG vor. Sie ist ein mittelständisches Unternehmen, die maßgeschneiderte Zuführ- und Automationslösungen für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete und Branchen fertigt. Grimm sortiert Teile und führt diese den anschließenden Montage- und Bearbeitungsprozessen zu. Das Produktangebot reicht von einfachen Standardkomponenten über Systemlösungen bis hin zu Produktionsverkettungskonzepten.