03. August 2020
Wie neutral ist die Rentenversicherung?
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Bundesregierung will die Bürger besser über ihre finanzielle Lage im Alter informieren, damit sie eventuelle Versorgungslücken rechtzeitig erkennen. Eine neue "Zentrale Stelle für eine digitale Rentenübersicht" unter dem Dach der Deutschen Rentenversicherung Bund soll die Informationen über Ansprüche aus der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge bündeln. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erntet bei der Rentenversicherung Zustimmung für seine Pläne, die er nach Vorgabe des Koalitionsvertrags in einem Gesetzentwurf verankert hat. Es gibt aber auch Widerspruch. So befeuert der Wirtschaftsrat der CDU die Debatte darüber, ob diese Aufgabe bei der Rentenversicherung richtig aufgehoben ist. "Das Beispiel der Grundrente hat einmal mehr aufgezeigt, dass unser staatliches Rentensystem anfällig ist für Geschenke an eine bestimmte Gruppe zu Lasten der anderen - regelmäßig auf Kosten der Beitragszahler und der Jungen", sagt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats. Ein säulenübergreifendes Renteninformationssystem könne diese Belastungen für die Jungen transparent machen. Jüngere könnten in einer Renteninformation Versorgungslücken früh erkennen und durch private Vorsorge schließen. Älteren würde die von Populisten geschürte, oft unbegründete Furcht vor Altersarmut genommen. Dazu müsse aber die Renteninformation neutral sein. "Deshalb muss der Bereitsteller des Renteninformationssystems komplett unabhängig von Institutionen der Alterssicherung sein", forderte Steiger. Die Deutsche Rentenversicherung würde nach Ansicht des Wirtschaftsrates durch die Einrichtung einer Zentralstelle und eines elektronischen Portals zusätzlich belastet in einer Zeit, in der Tausende Mitarbeiter durch die aufwendige Einführung der Grundrente gebunden würden. 

 

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