21. Juni 2017
DRESDEN - Wohnen und Arbeiten in einer wachsenden Stadt
Der Bürgermeister und Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Landeshauptstadt, Raoul Schmidt-Lamontain, zu Gast bei der Sektion Dresden in der BallsportARENA.
Die positive wirtschaftliche Entwicklung und der Bevölkerungszuwachs der Landeshauptstadt werden in den nächsten Jahren weiterhin anhalten. Wie reagiert die Stadt darauf, welche Ziele und Maßnahmen werden erarbeitet, damit der steigende Bedarf an Wohnraum und Gewerbegebieten gedeckt werden kann? Werden die damit erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt und dabei auch die notwendigen innerstädtischen Grün- und Erholungsflächen geschaffen bzw. erhalten? Auf all diese Fragen ging der "Baubürgermeister“ der Landeshauptstadt fachlich kompetent und dezidiert ein.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Bevor Herr Schmidt-Lamontain auf die Zukunftsthemen „Wohnen und Arbeiten in einer wachsenden Stadt“ zu sprechen kam, hatten die Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrats die Gelegenheit, vom Geschäftsführer der Sportbetriebsgesellschaft Saegeling mbH, Frank Lösche, in die Möglich- und Räumlichkeiten der BallsportARENA Dresden eingeführt zu werden. Die Modernität der Einrichtung ist bahnbrechend und wird auch von Profi-Sportlern zur Analyse ihrer Leistungsfähigkeit genutzt. Als Alleinstellungsmerkmal ist hier der Bodenbelag aus Glas, mit ganz speziellen Eigenschaften, zur Ausübung der Sportarten Handball, Squash und Badminton zu nennen. Zahlreiche Räumlichkeiten bieten die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau sportlich zu betätigen, zu relaxen und therapeutische Angebote, wie z.B. Wassergymnastik, wahr zu nehmen.

 

Dresden wird bis 2030 sowohl hinsichtlich der Einwohnerzahl als auch der Beschäftigtenzahl kontinuierlich wachsen. Um dieses Wachstum mit Wohn- und Gewerberaum zu unterstützen, ist es erforderlich, in Dresden geeignete Wohnkonzepte für viele Bevölkerungsschichten (Appartement-Häuser, Sozialwohnungen etc.) zu entwickeln und den Wohnraumausbau voran zu bringen, stellte Herr Schmidt-Lamontain heraus. Dabei ist zu konstatieren, dass sich die Mietpreise moderat weiter entwickeln, die Grundmiete aber kontinuierlich ansteigen wird. Dies stellt einen Anreiz für Bauherren und Investoren dar, um sich in der Landeshauptstadt zu engagieren. Ein immer höherer Anteil von Single-Haushalten und mehr Geburten als Todesfälle sowie die Wahl für Dresden als Unternehmensstandort, erfordern Maßnahmen, der Immobiliennachfrage entsprechend zu begegnen. Auch das Umland der Landeshauptstadt wird zunehmend für die Baubranche interessant, denn seit 2013 gibt es mehr Fortzüge ins unmittelbare Umland als Zuzüge von dort nach Dresden.

(Foto: Wirtschaftsrat)

Für den "Baubürgermeister" existiert aber aktuell auch ein Zielkonflikt zwischen Nachverdichtung und Erhalt von Freiflächen, da Grünflächen die urbane Lebensqualität erwiesenermaßen erhöhen. Hier gilt es zudem, dem sogenannten „strukturellen Leerstand“ (ungenutzte bzw. nicht nutzbare Immobilien) entgegen zu wirken. Anhand vieler konkreter Beispiele stellte Herr Schmidt-Lamontain der Zuhörerschaft gezielte Projekte für den Wohnungsbau in verschiedenen Stadtteilen vor. Anhand eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ist Dresden gut aufgestellt, um sich der künftigen Bedarfsentwicklung zu stellen. Der Trend zum eher kleinteiligen Bauen findet darin ebenfalls Beachtung. Anschließend wurde auch die Wechselwirkung zur Verkehrsplanung (Fahrradparkaus, Trend zum autonomen Fahren, neuer Flächennutzungsplan etc.) heraus gestellt. Die Gäste hatten die Gelegenheit, ihre Fragen unmittelbar an den Bürgermeister zu richten; unbehandelte Themen können über den Wirtschaftsrat kanalisiert an den "Baubürgermeister" heran getragen werden, um ein entsprechendes Feedback zu bekommen. Wir danken insbesondere den beiden Referenten für ihre Zeit sowie Einblicke in ihre Ressorts und sehen dem nächsten Treffen bereits heute hoffnungsfroh entgegen.