26. August 2021
"Wir brauchen eine Wachstumsphase, um die Rechnung bezahlen zu können."

„Die Eindämmung der Corona-Pandemie, die Situation in Afghanistan und die Hilfe für die Flutopfer sind aktuell die geballten Herausforderungen der Bundespolitik, und dies bei laufendem Bundestags-wahlkampf.“, betonte MdB Klaus-Peter Willsch im Rahmen des LIMBURGER POLITTALKS mit der Sektion Limburg-Weilburg des Wirtschaftsrats. Um die entstandenen Kosten rund um die Corona-Pandemie finanzieren zu können, benötige Deutschland eine große, wirtschaftliche Wachstumsphase, so Willsch. Auf kritische des Plenums Nachfragen zur Bundespolitik (Thema?) erwiderte Willsch: „Zur Demokratie gehöret die Bildung von Mehrheiten, und diese sind zu respektieren.“

 

Einig waren sich alle Gesprächsteilnehmer, dass die Schuldenbremse und eine solide Finanzpolitik für die Zukunftsfähigkeit von Deutschland höchst wichtig sei. Der Breitbandausbau und die Umsetzung der Digitalisierung in der Region wurde von den Gesprächsteilnehmern stark bemängelt, die Datenübertragungsrate sei in vielen Teilen im Kreis noch zu gering. Willsch erwiderte: „Wir arbeiten mit dem Breitbandbüro stetig an der Optimierung des Netzes und der Verbesserung des E-Governments, spätestens Ende 2022 werden alle Verwaltungsleistungen auch digital verfügbar sein.“ Deutschland brauche eine Modernisierungsoffensive, so der Bundestagsabgeordnete, seine Worte fanden  breite Zustimmung. Klimaneutralität, faire Steuern, Abbau der Bürokratie und bezahlbare Energie, seien wichtige Aufgaben der nächsten Jahre. Die deutsche Wirtschaft, so Willsch,brauche weltweit offene Märkte, nur so lasse sich der Wohlstand in Deutschland sichern. Eine weitere große Herausforderung der nächsten Jahre sei die Sicherstellung des immer größer werdenden Strombedarfs. Aus Sicht der Wirtschaft sei es notwendig, eine intakte Infrastruktur zu sichern, dazu seien zügige Entscheidungen und Planungsbeschleunigungen wichtig, so die Vertreter der Wirtschaft im Einklang mit dem Bundestagsabgeordneten. Entschieden erwartet die Sektion Limburg-Weilburg des Wirtschaftsrats die steuerliche Gleichbehandlung des örtlichen Einzelhandels mit Amazon und ähnlichen Unternehmen. Auch erwarten die Gesprächsteilnehmer von der künftigen Bundesregierung eine Wertschätzung des Bargelds und eine vernünftige Handhabung des Tempolimits auf deutschen Straßen.

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