22. September 2011
„Wir dürfen die Zukunft nicht verspielen!“
JU-Landesvorsitzender Sven Volmering zu Gast beim Bottroper Wirtschaftsrat
„Wir dürfen die Zukunft nicht verspielen. Eine weitere Flucht in die Schuldenspirale, wie es die Landesregierung derzeit macht, ist nicht hinnehmbar. Die sogenannte vorbeugende Sozialpolitik ist nur eine Umschreibung für eine fehlende Haushaltsdisziplin. Warum müssen trotz kräftig sprudelnder Steuerquellen immer neue Schulden aufgenommen werden? Was passiert bei einer wirtschaftlichen Abschwächung? – Eine Antwort kennen wir: Die Finanzmärkte strafen Schuldensünder ab. Das Erwachen wird teuer für die Bürger und schränkt Handlungsspielräume in der Zukunft massiv ein,“ erklärte Sven Volmering, Vorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen, im Rahmen eines Diskussionsveranstaltung mit der Sektion Bottrop des Wirtschaftsrates der CDU e. V.

Bereits heute würde das Land täglich sechs Millionen Euro Schulden neu aufnehmen. Dass dies nicht akzeptabel sei, darin waren sich die anwesenden Unternehmer mit Volmering einig. Harald Lubina, Sprecher der Sektion Bottrop, betonte die Bedeutung der vom Wirtschaftsrat geforderten Schuldenbremse auch in der Landesverfassung. Die Politik brauche offensichtlich Leitplanken, nicht immer weitere Schulden aufzuhäufen.

Insbesondere der demographische Wandel, der sich bereits seit 1972 durch eine höhere Sterbe- als Geburtenrate abzeichne, führe zu einer immer höheren Belastung der jungen Generationen. So werden 2050 in Nordrhein-Westfalen nur noch 15,9 Millionen Menschen leben. Bottrop werde 5,5 Prozent seiner Einwohner verlieren. Bereits heute seien rund 40 Prozent der Menschen über 60 Jahre, aber nur 15,5 Prozent unter 20. Da die Geburtenrate in Deutschland im internationalen Vergleich zu niedrig sei, könne keine Entwarnung gegeben werden, führte Volmering aus. „Neben einem Fachkräftemangel, der zu einem Verlust von wirtschaftlichen Potentialen führen wird, müssen auch die sozialen Sicherungssysteme neuausgerichtet werden. Die private Vorsorge muss stärker in den Blickpunkt rücken.“

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