15. April 2019
"Wir müssen die Gesellschaft von der Mitte aus denken" - Unternehmerabend mit Ralph Brinkhaus MdB
Der Bundestags-Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU zu Gast beim Wirtschaftsrat in Stuttgart.
Vor knapp 70 Mitgliedern des Wirtschaftsrates, gab Ralph Brinkhaus MdB tiefgreifende und fundierte Einblicke in aktuelle politische Themen. Im Hause der Kanzlei Gleiss Lutz, sprach der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter anderem über Sozialpolitik, Wirtschaftsthemen und die Zukunft Europas.
Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinhaus MdB (Foto: WR)

Nach herzlichen Begrüßungen durch den Vorsitzenden des Landesverbandes Baden-Württemberg, Joachim Rudolf, und den Gastgeber des Abends, Dr. Achim Dannecker, wand sich dieser inhaltlich direkt an den Bundestags-Fraktionsvorsitzenden. So sprach Dr. Dannecker aktuelle Strukturprobleme und Steuerthemen, wie die hohe Steuerlast für Unternehmen am Standort Deutschland, an.

"Wir sind auf Gedeih und Verderben darauf angewiesen, dass Europa funktioniert" - Ralph Brinkhaus (Foto: WR)

Ralph Brinkhaus griff einige der Strukturprobleme anschließend auf. Vor allem Belange aus der Mitte der Gesellschaft, wie die Wohnungsnot, Pflegemissstände, Arbeitslosigkeit und eine bessere Bildung, müssten weiterhin im Zentrum der Politik stehen. Doch gerade in Zeiten einer guten Konjunktur tue sich die deutsche Politik mit unbequemen, ökonomischen Themen schwer. Jedoch betonte Brinkhaus, dass eine gute Zukunft nicht ohne wirtschaftspolitische Neuerungen, Veränderungen in der Umweltpolitik und einem gemeinsamen Europa erreicht werden könne.

Ralph Brinkhaus im Dialog mit Mitgliedern des Wirtschaftsrates (Foto: WR)

Damit wir in Deutschland auch in Zukunft unseren Lebensstandard halten können, appellierte Brinkhaus an eine bessere Weichenstellung für kommende Generationen. So käme eine marode Infrastruktur einer Verschuldung gleich und auch in der Wirtschaftspolitik müsse man neue Themen, wie künstliche Intelligenz, Veränderungen im Verbraucherverhalten und neuen Marktformen, wie zum Beispiel Plattformmärkten, mehr Beachtung schenken.

 

Im Dialog mit den Mitgliedern des Wirtschaftsrates, schlug Brinkhaus den Bogen zur deutschen Außenpolitik. Vor dem Hintergrund der steigenden chinesischen Investitionen in Afrika, müsse Deutschland zunehmend nachhaltiger in einzelne afrikanische Staaten investieren. Durch eine bessere Entwicklung der Infrastruktur und der Märkte vor Ort, könne man Auswanderung senken und mit chinesischen Infrastrukturprojekten in den Wettbewerb treten.