25. Januar 2016
Wirtschaft in Baden-Württemberg: zwei Sichtweisen
mit Felix Schreiner MdL und Daniel Sander, Ingenieurkammer Baden-Württemberg
Aus zwei Perspektiven betrachtete die Sektion Hochrhein beim Steinbrunner Hygiene Großhandel e.K. die wirtschaftliche Entwicklung in Baden-Württemberg: aus Sicht der Landespolitik und aus Sicht der Ingenieur-Kammer. Bei den Ingenieuren in Baden- Württemberg zeichnet sich demnach ein erheblicher Fachkräftemangel ab.
vlnr: Dietmar Vollmer, Emil Steinbrunner, Felix Schreiner MdL, Daniel Sander (Foto: WR)

Sektionssprecher Dietmar Vollmer moderierte die Veranstaltung, bei der Felix Schreiner MdL die Regelungen beim Mindestlohn („zu viel Bürokratie“), bei den Scheinwerkverträgen und beim Bildungsfreistellungsgesetz kritisierte. Bei der digitalen und bei der Verkehrsinfrastruktur (Elektrifizierung der Hochrhein-Bahn und Bau der A98) seien große Investitionen notwendig. In Bezug auf die Flüchtlingsproblematik merkte Schreiner an, es gebe keine einfachen Lösungen. Den A2-Plan von Julia Klöckner begrüße er generell.

Die Ingenieurkammer Baden-Württemberg vertrete seit 25 Jahren die Interessen aller baden-württembergischen Ingenieurinnen und Ingenieure gegenüber Öffentlichkeit und Politik, erklärte Hauptgeschäftsführer Daniel Sander. Derzeit seien ca. 15.000 Stellen im Ingenieurbereich nicht besetzbar. Es sei absehbar, dass der Mangel mit inländischen Ingenieuren nicht zu decken ist (Pensionierungswelle in den nächsten Jahren, Frauen-Anteil bei Ingenieuren sehr gering).

Die Ingenieur-Kammer soll die Anerkennung ausländischer Ingenieure übernehmen, v.a. Syrer seien oft gut ausgebildet. Problem seien die mangelnden Deutschkenntnisse.

„Wir haben alles außer Lebensmittel“. Emil Steinbrunner stellte den Großhandel für Hygiene mit 15 Mitarbeitern vor. Zielgruppe sind seit 1997 alle Unternehmen, Einrichtungen und Gastronomiebetriebe des Einzugsgebietes (Schweiz und Südbaden).