11. April 2016
Wirtschaft in NRW zukunftsfähig machen!
Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen: Wachstum durch Infrastrukturausbau, Forschung und Entwicklung

Nordrhein-Westfalen ist Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum. Die vom statistischen Landesamt IT-NRW veröffentlichten Zahlen für 2015 lassen nichts Gutes erahnen. Während die deutsche Wirtschaft insgesamt um 1,7 Prozent wächst, kommt Nordrhein-Westfalen auf 0,0 Prozent. Damit das Industrieland Nummer eins wieder in der ersten Liga mitspielt, fordert der Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen wirtschaftspolitische Weichenstellungen zugunsten von Infrastruktur, Forschung und Entwicklung.

Die Wachstumsmisere ist hausgemacht. Die Erklärung von Rot-Grün, dass diese mit den Spätfolgen des Strukturwandels zusammenhänge, ist Augenwischerei. Über sechs Jahre hat die amtierende Landesregierung stetig Investitionshemmnisse aufgebaut: Klimaschutzgesetz, Klimaschutzplan, Landeswassergesetz, Landesnaturschutzgesetz und Landesentwicklungsplan. Es muss endlich wieder aufwärts gehen! Nordrhein-Westfalen braucht wirtschaftspolitische Impulse und einen Kurswechsel!

Wirtschaftliche Entwicklung setzt eine funktionierende Infrastruktur voraus. Vom Bund zur Verfügung gestelltes Geld für den Straßenbau hat das Land über Jahre nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen. Nordrhein-Westfalen braucht daher mehr abgeschlossene Planfeststellungsverfahren, um zustehende Finanzmittel vollständig auszuschöpfen. Auch beim schnellen Internet hinkt das Flächenland hinterher. 90 Prozent aller Industrie- und Gewerbegebiete in Nordrhein-Westfalen haben keinen Breitbandanschluss. An höheren Investitionen in schnelle Internetverbindungen führt kein Weg vorbei!

Zündende Produktideen und Innovationen durch Forschungsunterstützung sind neben dem Ausbau der Infrastruktur weitere Schlüssel für eine zukunftsfähige Wirtschaft. Bayern und Baden-Württemberg setzen Maßstäbe und führen das Feld mit 45 Prozent des Geldes an, das alle Bundesländer in Forschung und Entwicklung investieren. In diesen Ländern stammen drei Viertel der Fördermittel von Unternehmen. Ein solches Modell könnte auch für Nordrhein-Westfalen lukrativ sein; denn innovatives und nachhaltiges Wachstum sind immer auch Folgen einer starken Kooperation zwischen Wirtschaft und Hochschulen.

 

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