28. Juni 2018
Wirtschaft und Schule
Zum gemeinsamen Mittagessen mit dem hessischen Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz lud die Sektion Wiesbaden des Wirtschaftsrates Hessen. Im Fokus der Diskussion standen Wirtschaft und Schule und deren Verknüpfung. Kann man Schule ohne die Wirtschaft diskutieren? Und wie politisch muss diese Diskussion geführt werden? Der Kultusminister gab einen Einblick.
Prof. Dr. Lorz diskutierte über Ideen und Ideale der ökonomischen Bildung (Foto: Wirtschaftsrat)

„Bildung ist nicht mit Ausbildung gleichzusetzen“, unterstrich Prof. Dr. Alexander Lorz, hessischer Kultusminister, zu Beginn seines Vortrags. Dabei steht es auch im Ausbildungsbereich nicht schlecht um die deutsche Schullandschaft: Rund 40 Prozent der Hochschulzulassungen kommen von beruflichen Schulen. Ein Viertel des Schulsystems machen die beruflichen Schulen aus, die allgemeinbildenden Schulen drei Viertel. Die Verzahnung der Schulen mit den Betrieben sei ausreichend durch das berufliche Schulsystem sichergestellt. „Um dennoch die ökonomische Bildung besser in der schulischen Bildung zu verankern, ist 2015 der Erlass zur Ausgestaltung der Berufs- und Studienorientierung in Schulen initiiert worden.“ Zum Ende der Legislaturperiode werde hierzu noch eine Verordnung erlassen. Dies sei verbindlicher. Nach Lorz sollte die Schule Schüler darauf vorbereiten, Zusammenhänge zu verstehen – auch im Rahmen der ökomischen Bildung. „Am Ende muss der Schüler, der in der Regel 10 Jahre nach seinem Abitur die erste Steuererklärung machen wird, verstehen, was eine Steuer ist und wie diese funktioniert. Nicht wie eine Steuererklärung zu verfassen ist“, erklärte der Minister abschließend.

 

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Landesgeschäftsführer
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