26. Juli 2016
Sommerempfang 2016
Wirtschaftspolitik: Landesregierung mit großen Ambitionen
Thomas Strobl: „Robuste Wirtschaft trägt zu innerem Frieden bei“
Mediterrane Atmosphäre beim ersten Sommerempfang des Landesverbands im Villengarten der Firma Epple. Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl vor 300 Unternehmern: „Die Menschen im In- und Ausland verbinden mit Baden-Württemberg vor allem einen prosperierenden Wirtschaftsstandort. Um die starke Position auszubauen, muss das Land auch bei der Digitalisierung an der Spitze sein.“
Thomas Strobl und Andreas Epple kennen sich schon seit Jahrzenten (Foto: heikoknipst.de)

Im eigens für die Veranstaltung arrangierten Penthouse-Rohbau in Stuttgart-Relenberg begrüßte Landesvorsitzender Joachim Rudolf die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Presse - darunter Staatssekretärin Petra von Olschowski und Dr. Stefan Kaufmann MdB. An Strobl gerichtet, sagte er, die neue Landesregierung verdiene Lob und Kritik zugleich. Einiges gehe in die richtige Richtung, allerdings ständen zu viele Vorhaben unter Finanzierungsvorbehalt. Rudolf gratulierte Strobl zu der Entscheidung, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, die aus einer Unternehmer-Familie stammt, zur Wirtschaftsministerin zu ernennen.  

Andreas Epple, Geschäftsführer der Epple Unternehmensgruppe, gab bei seinem Grußwort der Hoffnung Ausdruck, „dieser Ort möge Sie nachhaltig inspirieren“. Nachhaltigkeit beim Bauen und in der Politik sei für ihn, dass heute getroffene Entscheidungen auch morgen noch Gültigkeit hätten. Er hob die große logistische Leistung hervor, den Empfang auf der laufenden Baustelle zu organisieren. Im Villengarten verschmölzen sieben Stadtvillen, ein denkmal-geschütztes ehemaliges Institutsgebäude und eine Gartenanlage zu einem Bau-Ensemble.

 

„Wo etwas entsteht, wo gebaut wird, sind der Wirtschaftsrat und auch die CDU gut aufgehoben“, begann Innenminister Strobl seine Rede. „Auch in Baden-Württemberg wird wieder investiert, 500 Millionen Euro. Auch in den Straßenbau.“ Das sei besser als in den letzten fünf Jahren. Ferner gebe es nun eine Vollzeit-Wirtschaftsministerin als Ansprechpartnerin für alle unternehmerischen Belange.

 

Seit seinem Amtsantritt habe er keinen ruhigen Tag erlebt: Unwetter, Naturkatastrophen, Terror, Amok. Eine gewisse Verunsicherung sei bei den Menschen zu spüren. Gar nicht auszudenken sei, wie die Stimmung wäre, hätte man ähnlich wie in Frankreich auch noch schlechte Wirtschaftsdaten. Er lobte deshalb den Beitrag der heimischen Wirtschaft.

 

Die Voraussetzungen, dass es so bleibe, seien gut, so Strobl weiter. Aber: „Die Digitalisierung verändert die Welt. Die industrielle Revolution war dagegen eine Schnecke.“ Bei den Rahmenbedingungen sieht der Minister noch Handlungsbedarf und den Staat in der Pflicht. Platz 8 beim Breitbandausbau sei für Baden-Württemberg eine Katastrophe. Man wolle in Glasfaser investieren, um zum „Neckar Valley“ zu werden. 325 Mio. Euro seien vorgesehen. Vom Bund sollen weitere Gelder ins Ländle geholt werden. Eine spannende Zeit mit Chancen, für die Strobl „große Ambitionen“ hat. 

 

 

Fotos: heikoknipst.de