01. März 2017
Wirtschaftsrat - Thüringen: Highspeed für die Gigabitgesellschaft!
Mihajlo Kolakovic: Flächendeckende Breitbandversorgung von einem Gigabit forcieren

Der Wirtschaftsrat der CDU e. V. fordert, den Ausbau der glasfaserbasierten Gigabitinfrastruktur sowohl in den Städten als auch für die Hidden Champions auf dem Land voranzutreiben. „Unsere digitale Wettbewerbsfähigkeit ist zum entscheidenden Standortfaktor geworden“, erklärt Mihajlo Kolakovic, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Thüringen.

 

Die Absicht der Bundesregierung, bis Ende 2018 alle Haushalte mit einem Internetzugang von 50 Mbit/s zu versorgen, kann nur ein Zwischenschritt sein. Laut einer Erhebung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur aus dem Jahr 2016 verfügen in Thüringen knapp 52 Prozent der Haushalte eine Anbindung von über 50 Mbit/s. Selbst, wenn nach neueren Zahlen des zuständigen Thüringer Ministeriums per Ende Oktober 2016 86 Prozent der Haushalte im Freistaat über eine Anbindung mit 30 MBit/s, 75 Prozent mit 50 Mbit/s verfügen. Dennoch, die Ziele von Rot-Rot-Grün, bis 2018 im Freistaat „annähernd 90 Prozent“ mit gerade einmal 30 Mbit/s zu versorgen, ließen nach den Worten Kolakovics keine wirklichen Ambitionen erkennen, digitaler Vorreiter werden und damit die Chancen für den Wirtschaftsstandort Thüringen erschließen zu wollen.

 

Zudem, insbesondere in ländlichen Gebieten klaffen große Versorgungslücken. Während die urbanen Regionen im bundesweiten Durchschnitt zu 86 Prozent mit einer Anbindung von über 50 Mbit/s gut erschlossen sind, liegt der Wert auf dem Land bei 29 Prozent. Ziel muss es sein, bis spätestens 2025 vorrangig durch den Ausbau von Glasfaser, glasfaserbasierten Kabelnetzen und 5G eine flächendeckende und nachhaltige Gigabitinfrastruktur zu erreichen. „Wirtschaft und öffentliche Hand müssen gemeinschaftlich für eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur sorgen.“

 

Kolakovic weiter: „Die Zukunft liegt im Glasfasernetz. Ob Existenzgründungen, moderne Verwaltung, zukunftsfähige Bildung oder innovative Forschung: Ein digitales Wirtschaftswunder lässt sich nur mit einer leistungsfähigen Infrastruktur erreichen, die auch den starken Mittelstand von Ost- bis West- sowie Nord- bis Südthüringen abseits der Leuchttürme im Freistaat einbezieht.“ Um den Ausbau zu beschleunigen, müssen Gelder privater Investoren in das digitale Rückgrat unserer Gesellschaft fließen können. Nur dort, wo ein wirtschaftlicher Ausbau nicht erfolgen kann, sollten Mittel des Bundes, der Europäischen Union und des Landes gezielt gebündelt und eingesetzt werden.

Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Thüringen
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