09. Dezember 2015
Wirtschaftsrat - Wirtschaftsrat begrüßt Hochgeschwindigkeits-Trasse Erfurt-Leipzig/Halle
Mit Inbetriebnahme neue Aufbruchstimmung für Erfurt und Thüringen erzeugen

„Wir lassen uns die großen Chancen des Erfurter ICE-Kreuzes auch von alternativen Verkehrsplanern nicht schlecht reden. „Entgegen der im Interview vertretenen Position sind wir, die Wirtschaftsvertreter der Region Erfurt, davon überzeugt, dass Erfurt und auch Thüringen die Vorteile aus der Hochgeschwindigkeits-Trasse und dem ICE-Kreuz, welches 2017 vollständig in Betrieb gehen wird, schneller als in zehn Jahren wird nutzen können“, kommentiert Dr. Andreas Stute, Sprecher der Sektion Erfurt im Wirtschaftsrat Deutschland die heutige Einweihung der ICE-Neubaustrecke von Erfurt nach Leipzig und Halle und den gestrigen TA-Beitrag „Neue ICE-Strecke spielt auf keinen Fall Investitionen ein“, 08.12.2015. Als dafür unabdingbare Voraussetzung nennt Stute die effektive Einbindung der Nachbarstädte Gotha, Weimar und Jena in dieses Verkehrsnetz, woran das Land und die Deutsche Bahn aber auch intensiv arbeiten würden.

 

Verbesserungsbedürftig sei nach seinen Worten jedoch das Marketing für das ICE-Kreuz Erfurt. In der weiten Bundesrepublik wäre bislang noch unbekannt, welche epochalen verkehrsmäßigen Entwicklungen hier stattfinden würden. „Stadt Erfurt und Land Thüringen müssen mehr Engagement entwickeln bei der Bekanntmachung dieser Jahrhundertchance“, so der Wirtschaftsvertreter weiter und wiederholt die Forderungen seitens der Wirtschaft nach einem umfassenden Marketingkonzept für die Erfurter und Thüringer Highlights, wie das ICE-Kreuz, neue Multifunktions-Arena, BUGA 21 und dessen kurzfristiger Umsetzung mittels einer entsprechenden Imagekampagne, welche das Land und die Region bekannt macht. In Deutschland müsse für das „Boom-Land Thüringen“ geworben werden.

 

Mit dem bevorstehenden Dezernentenwechsel in der städtischen Verwaltung solle sich die Landeshauptstadt auch auf die wesentlichen Entwicklungsmaßnahmen konzentrieren: Kein aufwendiger Ausbau der Nordhäuser Straße, dafür zügiger Ausbau des Bereichs ICE-City Ost. Zudem müsse ICE-City West nunmehr in Angriff genommen werden. Weiteres politisches Taktieren mit dem Investor der Fläche ICE-City West würde der Stadt hier nicht weiterhelfen.

 

Die heutige Einweihung der Teilstrecke Erfurt-Leipzig/Halle sollte zugleich die Initialzündung für eine neue Aufbruchstimmung in der Stadt Erfurt sein.

Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
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