12. Oktober 2015
Wirtschaftsrat bei BERICAP
Schraubverschlüsse aus Kunststoff für die ganze Welt
Auf Einladung von Geschäftsführer Alexander Krautkrämer hatten die Mitglieder des Wirtschaftsrates die Gelegenheit die BERICAP GmbH & Co. in Budenheim näher kennenzulernen. BERICAP zählt zu den führenden Herstellern von Kunststoffverschlüssen. In 23 Produktionsstätten, die sich in 20 Ländern befinden, werden mit fast 3.200 Beschäftigten 76 Milliarden Kunststoffverschlüsse jährlich produziert. Am Standort Budenheim, so Alexander Krautkrämer, würden mit 350 Mitarbeitern ca. 8 Milliarden Kunststoffverschlüsse hergestellt. Zu den Kunden von BERICAP gehören führende Anbieter aus dem Bereich der Getränke-, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie sowie der chemischen Industrie.
Interesssierte Teilnehmer beim Rundgang durch die Produktion bei BERICAP (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Produktion ist ausgesprochen energieintensiv. So werden am Standort Budenheim 43 GWh pro Jahr verbraucht, um im Kunststoffspritzgussverfahren Verschlüsse zu produzieren. Die Stromkosten, so Krautkrämer, liegen damit über 20 % der Bruttowertschöpfung. Ohne die bestehende Ausgleichsregelung des EEG könnte die Produktion am deutschen Standort nicht mehr weiter bestehen. Kritik übte Krautkrämer an der beschlossenen Energiewende, die nach seiner Auffassung technisch und physikalisch zum Scheitern verurteilt ist. Er machte deutlich, dass der Stromverbrauch sich der volatilen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien anpassen müsste. Da dies für die Industrie und wohl auch für die privaten Haushalte nicht vorstellbar sei, können die in Betrieb befindlichen Kraftwerke in Deutschland nicht abgeschaltet werden. Beachte man außerdem, dass die derzeit 25.000 installierten Windkraftanlagen gerade einmal 1,5% zum Bruttoenergieverbrauch Deutschlands beitrügen, so erkenne man, dass die Energiewende ins Leere liefe. Kein anderes Industrieland, so Krautkrämer, verfolge diese Form der Energiewende. Als Folge prognostizierte er die Verlagerung von energieintensiven Unternehmen ins Ausland.

Bei dem anschließenden Rundgang konnten sich die Unternehmerkollegen aus Mainz und Rheinhessen von der Leistungsfähigkeit von BERICAP überzeugen und zeigten sich von der Produktion in Budenheim wie auch der Präsentation des gesamten Unternehmens sehr beeindruckt.