18. November 2013
Wirtschaftsrat Berlin für Wiederaufbau des Berliner Schlosses

„Die Landesfachkommission wird den Bau des Berliner Schlosses langfristig begleiten und seine Integration in die Stadt sowie das Ensemble der Museumsinsel in Veranstaltungen thematisieren“, so Heinrich weiter.

Anlässlich der Besichtigung des Wirtschaftsrates der Schlossbauhütte in Spandau, stellte Wilhelm von Boddien, Gründer und Geschäftsführer des Fördervereins „Berliner Schloss“, die geplante Wiederherstellung der drei barocken Außenfassaden samt Kuppel sowie der drei barocken Fassaden des Schlüterhofes vor, und erläuterte das moderne Nutzungskonzept. Die Vorsitzende der Landesfachkommission Kultur- und Kreativwirtschaft, Nathalie Heinrich, kritisierte in der  Diskussion die unter anderem fehlenden kunsthistorischen Bezüge des Nutzungskonzeptes. Der Wirtschaftsrat fordert den Bürgermeister Berlins und zuständigen Senator für Kultur auf, wenigstens einen Raum im Schloss vorzusehen, der historisch und geschichtlich einem Raum entspricht, den einst der ursprüngliche Erbauer Hohenzollern-Kurfürst Friedrich II vorgehen hat.“

Für den Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg ist das Schloss und die damit verbundene Neuge-staltung der Museumsinsel auch ökonomisch betrachtet ein hochinteressantes Projekt für Berlin. Die ethnologische Sammlung im Humboldt-Forum wird gerade für ausländische Besucher ein besonderer Anziehungspunkt sein. Zu den wirtschaftlichen Chancen, die sich daraus für Berlin ergeben sagte Wilhelm von Boddien „Das weitgehend deindustrialisierte Berlin bezieht große Teile seiner Einnahmen aus dem Tourismus. Nur damit – und den vielen Startups von jungen Unternehmen kann die Hauptstadt wirtschaftlich gesunden. Schloss und Humboldtforum steigern die Attraktivität der Stadt ganz erheblich – und ziehen neue Besucherströme an. Denken Sie nur an die Magnetwirkung der im Schloss ausgestellten Kunst der außereuropäischen Kulturen – und an die langsam einsetzende völlig neue Tourismuswelle aus China und anderen überseeischen Ländern! Da wird das asiatische Museum im Schloss viele zu einem Besuch Berlins bewegen, neben den vielen schon vorhandenen ausgezeichneten Attraktionen der Stadt.“

Die Landesfachkommission Kultur- und Kreativwirtschaft des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg hat für ihre Arbeit in den nächsten zwei Jahren diese Themenschwerpunkte festgelegt:

 

  • Kunst in  Berlin – Vermarktungsstrategien der Museen, auch abseits der Museumsinsel
  • Finanzierung von Kultur – Crowdfunding, PPP und Mäzenatentum
  • Kultur vs. Lärmschutz – Berlin im Spannungsfeld von Gentrifizeriung, Club- und      Kreativszene
  • Stiftungsszene Berlin
  • Digitalisierung Kultur


Die Landesfachkommission Kultur- und Kreativwirtschaft realisiert bis zu sechs Veranstaltungen zu diesen Themen im Jahr, auf denen konkrete Projekte vorgestellt werden, die in der Kommission darüber hinaus weiter inhaltlich begleitet werden.

Nathalie Heinrich sitzt der im Oktober 2013 neu gegründeten Landesfachkommission vor und ist Head of Events National der Mehr! Entertainment GmbH sowie Theaterleiterin des Admiralspalastes Berlin.

Kontakt
Caroline Stummel
Landesgeschäftsführerin
Wirtschaftsrat der CDU e.V.- Landesverband Berlin-Brandenburg

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