03. Dezember 2018
Wirtschaftsrat betont langfristige Bedeutung der Kohleverstromung
Wolfgang Steiger bei „energate“: „Versorgungssicherheit am Industriestandort Deutschland muss jederzeit flächendeckend garantiert sein“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. spricht in der heutigen Ausgabe des Branchendienstes „energate“ über die Erwartungen der Industrie an die Arbeit der Kohlekommission, deren Mandat kürzlich verlängert wurde. „Kohleverstromung hat mit einem Anteil von derzeit rund 40 Prozent an der Stromerzeugung eine hohe Bedeutung für bezahlbare Strompreise und Versorgungssicherheit“, erklärt Generalsekretär Wolfgang Steiger. „Diese Fakten kann niemand ignorieren. Die Arbeit der Kommission muss daher sachlich fortgeführt werden. Nicht grüner Gefälligkeits-Aktivismus, sondern wirtschaftliche Vernunft sollte den Takt bestimmen.“

Die Entwicklung der Zertifikatepreise und die verlässliche Erreichung der europäischen CO2 Minderungsziele beweisen: Die Mengensteuerung des ETS wirkt und schafft einen technologieoffenen marktwirtschaftlichen Anreiz, in CO2-Vermeidung zu investieren und aus der Kohleverstromung kosteneffizient schrittweise auszusteigen. „Ein national beschleunigter Kohleausstieg durch Regulation ist dagegen Symbolpolitik und spart kaum Kohlendioxid in Europa ein“, sagt Wolfgang Steiger. „Emissionen würden dadurch lediglich ins Ausland verlagert.“

Ein nationaler CO2-Mindestpreis oder eine CO2-Steuer sind ebenfalls nicht zielführend, da diese den Preisbildungsmechanismus des ETS für kosteneffiziente CO2-Einsparungen einschränken würden. Klimaschutz und der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit am Industriestandort Deutschland sind kein Widerspruch, sondern eine lösbare Herausforderung. Die Betriebsfahrpläne von Kohlekraftwerken stehen dem im Klimaschutzplan 2050 festgelegten Ziel, die Kohlendioxid-Emissionen bis 2050 um 80 Prozent zu senken, nicht entgegen. Die Auskohlung in den Revieren am Niederrhein, in Mitteldeutschland und der Lausitz verlaufen planmäßig und sind genauso wie der Ausstieg aus der Kohleverstromung durch den EU-Emissionshandel fest programmiert.

 

Lesen Sie hier Teil 1 und hier Teil 2 des Interviews mit Wolfgang Steiger in der Online-Ausgabe von „energate“.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de