01. April 2015
Wirtschaftsrat: Bundesregierung setzt die heimische Erdgasförderung aufs Spiel
Kurt J. Lauk: Neue Technologien umweltsicher einsetzen

Der Wirtschaftsrat fordert anlässlich der heutigen Kabinettsbefassung mit den Regelungspaketen zum Fracking eine technologieoffene Energiepolitik ein. Als führendes Industrieland darf sich Deutschland nicht aus Prinzip neuen Technologien verschließen. „Die Unternehmen in Deutschland brauchen Planungssicherheit, sonst wenden sie neue Technologien schlichtweg woanders an. Deshalb begrüßen wir grundsätzlich, dass die Gesetzgebung zum Fracking nun endlich vorangeht und wir offen darüber diskutieren, wie wir die heimische Rohstoffgewinnung zur Stärkung der Wertschöpfung im eigenen Land nutzen wollen“, erklärt Kurt J. Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates.

„Allerdings ist es inakzeptabel, dass die konventionelle Erdgasförderung mit strengen Auflagen und Einschränkungen belastet wird. Das sieht der Koalitionsvertrag so nicht vor. Großflächige pauschale Verbotsgebiete werden einen großen Teil der Erdgasreserven der Nutzung entziehen“, so Lauk.

Unser Land wird sich mit dem Einsatz der Frac-Technologie nicht vollständig unabhängig von Energieimporten machen. Doch hat Deutschland die einzigartige Chance, im Rahmen eines strengen Umweltrechts zu zeigen, wie neue Technologien beherrscht und umweltsicher eingesetzt werden können. „Durch Pauschalverbote verspielen wir leichtfertig die Möglichkeit, Deutschland zum Referenzfall für einen Exportschlager zu machen. Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum wären Zugewinne einer mit Bedacht und Vernunft gebilligten Zulassung. Jetzt müssen Bundesrat und Bundestag die Regelungen daraufhin prüfen, ob künftig eine Erdgasförderung in Deutschland überhaupt möglich ist. Sonst wird Deutschland zu 100 Prozent von Energieimporten abhängig sein“, so Lauk.

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