22. August 2016
Wirtschaftsrat: Der Klimaschutzplan 2050 ist ein Horrorkatalog für die Wirtschaft
Wolfgang Steiger: Neue deutsche Alleingänge helfen dem Klima nicht und bürden uns weitere immense volkswirtschaftliche Kosten auf.

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. analysierte den "Klimaschutzplan 2050" von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und zerpflückt ihn in einer detaillierten Bewertung. "Der Klimaschutzplan ist ein Horrorkatalog für die Wirtschaft, der Bürokratie und immense Kosten nach sich zieht und auch die Bürger treffen wird", mahnte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats. „Deutschland braucht eine breite gesellschaftliche und parlamentarische Debatte darüber, was der Klimaschutzplan tatsächlich vorsieht und vor allem klare Worte dazu, welche Kostenbelastung auf Wirtschaft und Industrie sowie die Bürger in unserem Land zurollt", forderte Wolfgang Steiger.

 

Der Wirtschaftsrat möchte diese Debatte mit anstoßen und fordert, alle Klimaschutzmaßnahmen künftig Prüfkriterien zu unterwerfen. So muss es unter anderem  eine verbindliche Folgekostenabschätzung aller neuen Klimaschutzinstrumente geben. Zudem müssen Ziele und Maßnahmen EU-kompatibel sein. „Deutschland kann sich keine neuen Alleingänge leisten, die dem Klima ohnehin nicht helfen. Das schwächt den Industriestandort Deutschland und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Zugleich konterkariert der Plan das Ziel der EU-Kommission bis 2020 den industriellen Anteil an der Bruttowertschöpfung auf 20 Prozent in Europa auszubauen“, analysiert Wolfgang Steiger. „Vielmehr sollte sichergestellt werden, dass die Ziele Klimaschutz und Gewährleistung eines hohen industriellen Anteils an der Bruttowertschöpfung gleichrangig behandelt werden.“

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