08. Juni 2016
Wirtschaftsrat Deutschland will mehr Engagement für kleine und mittlere Unternehmer.
Sektionssprecher Dr. Horvay sähe gern deutlich mehr junge Leute in praxisnaher Berufsausbildung.

Wirtschaftsförderer und Bildungspolitiker in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich stärker an den Interessen der klein- und mittelständischen Unternehmen orientieren. Das fordert die Sektion Stralsund des Wirtschaftsrats Deutschland nach einem Treffen mit Vincent Kokert, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Schweriner Landtag, in der Hansestadt. 

 

„Kleine und mittlere Unternehmer tragen die Hauptlast, wenn es ums Steuerzahlen geht. Sie sind in unserem industrieschwachen Bundesland auch diejenigen, die jungen Menschen mit einem Ausbildungsplatz und einem Arbeitsplatz Perspektiven bieten. Und sie können einen Branchenwandel einleiten und konstruktiv begleiten, wenn sich ein Wirtschaftsstandort neu definieren muss, wie es derzeit in Stralsund der Fall ist“, betont Sektionssprecher Dr. Rüdiger Horvay. 

 

Andere Wertigkeiten seien vor allem in der beruflichen Bildung notwendig. Nicht jede Be-schäftigung erfordere einen Hochschulabschluss, zumal sich hiesige Unternehmer oft schwer täten, auch Stellen mit vergleichsweise geringen Anforderungen zu besetzen. Vielmehr seien viele Arbeitsplätze „wissensbasiert“, was in der Regel umfassende praktische Kenntnisse voraussetze. Diese gebe es aber nur in einer dualen Berufsausbildung oder an Hochschulen, die mit einer Fülle von Unternehmen kooperieren, wie dies in Stralsund der Fall sei. „Da muss ein Umdenken stattfinden, vermitteln wir doch den jungen Leuten, dass der Weg zum Meister spannend ist und Spaß macht und der Meisterbrief einen dauerhaften Wert hat.Gebäudereinigung etwa meint wesentlich mehr als einen Putzlappen zu schwenken. Vielmehr geht es um den richtigen Umgang mit Reinigungsmaterial, Maschinen und Geräten für die Reinigung von Fassaden und Denkmälern “, so Dr. Horvay. 

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Landesgeschäftsführer
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