13. August 2015
Wirtschaftsrat: Doppeltes Spiel im Kita-Tarifstreit beenden
Wolfgang Steiger: Die Familienministerin missachtet die Tarifautonomie zum Schaden der Kinder, Eltern und Unternehmen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf, ihr doppeltes Spiel im Tarifstreit der Kindergärten umgehend zu beenden. „Wer unverhohlen hohe Gehaltsforderungen der Gewerkschaften begrüßt, kann jetzt nicht glaubwürdig zur Einigung nach der gescheiterten Schlichtung aufrufen. Durch das Verhalten von Frau Schwesig droht den Eltern gleich mehrfacher Schaden: Für die Kinderbetreuung gibt es wieder keine Planungssicherheit. Stattdessen drohen höhere Kosten, da die Kommunen die geforderten Lohnsteigerungen letztlich nur an die Eltern über höhere Kita-Gebühren weitergeben. Zugleich belastet eine Fortsetzung des Konfliktes mittelbar auch die Unternehmen und Arbeitsplätze. Auch die Erzieher werden sich nicht als Gewinner fühlen, denn die geweckten Erwartungen werden die klammen Kommunen nicht erfüllen“, mahnt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger. 

 

Ebenso verfehlt sind aus Sicht des Wirtschaftsrates Forderungen aus dem Gewerkschaftslager, die Einsparungen durch das entfallene Betreuungsgeld für die Bezahlung der Erzieherinnen zweckzuentfremden, frei nach dem altbekannten Gewerkschaftsmotto: Die Rechnung soll bitteschön der Staat begleichen. „Das Betreuungsgeld war nicht als Lohnsubvention für eine bestimmte Berufsgruppe gedacht, sondern als Unterstützung der Familien“, erklärt Steiger.

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