29. April 2015
Wirtschaftsrat: Einwanderungs- und Aufenthaltsrecht auf den Prüfstand stellen!
Prof. Hans Helmut Schetter: Gesetzeslage nicht mehr zeitgemäß

Frankfurt am Main, 29.04.2015. Der Wirtschaftsrat Hessen unterstützt den hessischen CDU-Generalsekretär Manfred Pentz mit seiner Forderung nach einer geordneten Zuwanderung. Untrennbar damit verbunden müsse auch ein leichterer Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt sein. „Wer sich dann in Deutschland integrieren und hier arbeiten will, muss auch die Möglichkeit dazu bekommen“, sagt Prof. Schetter, Vizepräsident des Wirtschaftsrates und Landesvorsitzender in Hessen.


Viele erfolgreiche Familienunternehmen in den Regionen suchen schon heute oft vergebens nach Spezialisten. Die existierenden Aufenthaltstitel zielen zumeist nur auf Akademiker ab. Benötigt werden aber auch überzeugende Regelungen für gut ausgebildete Fachkräfte in anderen Berufen, etwa im Gesundheitswesen, dem Handwerk oder der mittelständischen Industrie. „Die bisherige Verengung auf akademische Berufe gilt es deshalb umgehend aufzugeben, fordert Schetter. Zudem könne auch das Sozialsystem entlastet werden, wenn es hier einen fließenden Übergang vom Asyl- in den Zuwandererstatus gibt.


Deutschland ist aufgrund des demographischen Wandels nur durch gezielte Migration zukunftsfähig und kann auch seinen Wohlstand nur halten, wenn mehr qualifizierte Zuwanderer gewonnen werden. „Wir müssen uns endlich mit allen Konsequenzen dazu bekennen, dass wir ein Einwanderungsland mit einer echten Willkommenskultur sind“, erklärt der Landesvorsitzende. „Deutschland ist eines der beliebtesten Länder der Welt. Mit diesem Pfund müssen wir aktiv wuchern.“


„Gemessen am Anstieg der Zuwanderer auch in absoluten Zahlen hat Deutschland klassische Einwanderungsländer wie Kanada oder Australien längst abgelöst. Wir müssen jetzt endlich darüber sprechen, wie wir für hochqualifizierte Fachkräfte aus dem außereuropäischen Ausland attraktiver werden können“, mahnt Schetter. Das Beispiel der klassischen Einwanderungsländer zeige, dass sich hohe, notwendige Hürden gegen Zuwanderung in die Sozialsysteme und größere Offenheit gegenüber wirtschaftlich notwendiger Zuwanderung qualifizierter Menschen nicht ausschließen.

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Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
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