16. September 2020
Wirtschaftsrat fordert Abbau der Stuttgarter Pop-up-Radwege in der Theodor-Heuss-Straße und Holzgartenstraße

Steffen Beck, Sprecher der Sektion Stuttgart des Wirtschaftsrats: „Die Pop-up-Radwege in der Stuttgarter Innenstadt führen zu enormen Stau-Hotspots - nach dem Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichts muss nun auch umgehend in Stuttgart gehandelt werden.“
Stuttgart, 16.09.2020. Der Wirtschaftsrat spricht sich für den unverzüglichen Abbau der Pop-up-Radwege in der Stuttgarter Innenstadt aus, die im Zuge des Corona-bedingten veränderten Verkehrsaufkommens als Provisorium in mehreren Großstädten eingerichtet wurden. „Der jüngste Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichts zeigt auf, dass ernsthafte Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Radwege bestehen“, so Steffen Beck, Sprecher der Sektion Stuttgart des Wirtschaftsrats. „Die Stadt Stuttgart muss daher umgehend reagieren und die Pop-up-Radwege in der Theodor‐Heuss‐Straße und Holzgartenstraße abbauen.“

Zwar sei der öffentliche Nahverkehr sowie der Individualverkehr in der Hochphase der Pandemie rückläufig gewesen und viele Bürger auf das Rad umgestiegen, jedoch sei hiervon nun im Alltag – gerade auch nachdem die Sommerferien nun geendet haben - nicht mehr viel zu bemerken, so Beck. Die Pop-up-Lanes würden zudem nicht zu einem tatsächlich sicheren Straßenverkehr beitragen, sondern lediglich das Gefühl vermitteln. „Die Radwege tragen daher nicht zur Förderung des Radverkehrs bei, sondern stellen lediglich eine erneute Verkehrsbehinderungspolitik dar“, so Steffen Beck. Stattdessen fordert der Wirtschaftsrat ein nachhaltiges Verkehrskonzept für die Landeshauptstadt, das den Pendlerverkehr reguliert und damit die Hauptverkehrsstraßen weiter entlastet. Dabei sieht es der Unternehmerverband als unerlässlich an, die Radfahrer besser in den Verkehr zu integrieren und nachhaltige sowie sichere Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer zu etablieren.