15. Juni 2020
Wirtschaftsrat fordert Aufbau einer integrierten Wasserstoffwirtschaft
Wolfgang Steiger in der Deutschen Verkehrszeitung: Möglichst grenzüberschreitender, marktwirtschaftlicher Rahmen gefragt

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert mit Blick auf die kürzlich vom Kabinett beschlossene Wasserstoffstrategie den Aufbau einer integrierten Wasserstoffwirtschaft. „Entscheidend wird es nun sein, den richtigen Rahmen zu setzen, damit Wasserstoff und seine Folgeprodukte zur Erreichung der Klimaschutzziele bei gleichzeitigem Erhalt der industriellen Wertschöpfung in Deutschland einen bedeutsamen Beitrag leisten können, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der Deutschen Verkehrszeitung. „So sollte der Fokus nicht auf Ordnungsrecht und staatlichen Detailvorgaben für einzelne Sektoren liegen, sondern auf einem möglichst grenzüberschreitenden, marktwirtschaftlichen Rahmen.“ 

Auf lange Sicht besteht aus Sicht des Wirtschaftsrates das größte Wertschöpfungspotenzial im Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auf Basis erneuerbarer Energien. Dennoch braucht es jetzt einen pragmatischen, technologieoffenen Blick auf alle Erzeugungsmöglichkeiten für erneuerbaren (grünen) und klimaneutralen (blauen, türkisen) Wasserstoff für die Schaffung eines europäischen Wasserstoffbinnenmarktes. „Keinesfalls darf es zu einer kurzsichtigen ideologischen Diskriminierung von nicht-grünem Wasserstoff kommen“, warnt Wolfgang Steiger. „Entscheidend ist auch, dass wir gerade mit Blick auf die deutsche Ratspräsidentschaft und die noch vor dem Sommer erwartete Wasserstoffstrategie der EU-Kommission bei der Umsetzung europäisch denken.“

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