16. Juli 2015
Wirtschaftsrat fordert ehrliche Debatte über Griechenlandhilfen
Wolfgang Steiger: Darstellung Deutschlands als Sündenbock ist vollkommen absurd

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Wolfgang Steiger, fordert angesichts der Unsicherheit über den Ausgang der Abstimmungen für eine weitere Griechenlandhilfe eine ehrliche Debatte. Lesen Sie mehr hierzu in der heutigen WELT und auf Handelsblatt.de

Die letzten Tage haben auf alarmierende Weise gezeigt, wie die griechische Regierung einen Keil in die Eurozone getrieben hat. „Wenn Tsipras nun behauptet, er glaube selber nicht an das Programm, lässt dies die berechtigte Frage aufkommen, ob ein Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und damit eine Perpetuierung der Rettungspolitik nicht größere Gefahren für die Zukunft des europäischen Projektes darstellen, als ein Ausscheiden Griechenlands“, zitiert die WELT in ihrer heutigen Ausgabe.

Gegenüber dem Handelsblatt unterstrich Steiger, dass „die jetzt vom Internationalen Währungsfonds (IWF) festgestellte dramatische Verschlechterung der Situation in Griechenland auf die ausgebliebenen Reformen im vergangenen Jahr, den Vertrauensverlust in die Arbeit der Regierung und die auf fahrlässige Weise von Tsipras provozierte Schließung des griechischen Bankensystems zurückzuführen sei.“ Es sei daher „vollkommen absurd, Deutschland nun als Spaltpilz darzustellen und Griechenland, mit seiner seit über einem Jahrzehnt unverantwortlichen Haushaltspolitik, von jeglicher Verantwortung freizusprechen“, sagte Steiger weiter. „Niemand hat Griechenland gezwungen, jahrelang über seine Verhältnisse zu leben.“

Toleriert worden sei diese Entwicklung im Übrigen unter dem Euro-Gruppen-Vorsitz von Jean-Claude Juncker, „der es nun der Bundesregierung überlässt, die Stabilität der Währung zu verteidigen“, zitiert das Handelsblatt Steiger weiter. Junckers Rolle im Ringen um europäische Stabilität und Solidität sei somit „eher als wenig hilfreich einzustufen“. Auch Vorwurf aus den Reihen der SPD und der Grünen, die Bundesregierung habe den proeuropäischen Kurs verlassen, seien angesichts der Verhandlungen über neue Milliardenzahlungen „blanker Hohn“.

Lesen Sie den vollständigen Artikel der „Welt“ vom 16.07.2015 auf Seite 8
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Handelsblatt.de vom 15.07.2015

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