05. November 2021
Wirtschaftsrat fordert globale Ausweitung des EU-Emissionshandels
Wolfgang Steiger: Nur dadurch kann eine Minderung der Treibhausgasemissionen nachhaltig erreicht werden

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert anlässlich der Verabschiedung des Klimaschutzberichts im Kabinett der scheidenden Bundesregierung eine Ausweitung des Emissionshandels auf die globale Ebene. „Wir können den größten Rückgang der Treibhausgasemissionen seit der Wiedervereinigung verzeichnen, das ist ein wichtiger Schritt auf dem Reduktionspfad bis 2030“, betont der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger. „Wesentlichen Anteil daran haben innovative Lösungsansätze und Technologien der Unternehmen in Deutschland. Das europäische Vorbild zeigt außerdem, dass der Emissionshandel ein starkes Instrument für die Umsetzung der Klimaziele darstellt. Der nächste Schritt muss deshalb eine Ausweitung auf die globale Ebene sein.“

Die Transformation der Industrie ist ein Kernaspekt der deutschen Klimaschutzmaßnahmen. Um Wettbewerbsverzerrungen und marktwirtschaftliche Nachteile für deutsche und europäische Unternehmen zu vermeiden, sind aus Sicht des Wirtschaftsrates jedoch klare Rahmenbedingungen entscheidend. „Unsere Betriebe brauchen Planungssicherheit und ausreichende Mittel, um im internationalen Wettbewerb weiter erfolgreich zu bestehen“, erklärt Wolfgang Steiger. „Deutschland hat mit der CO2-Bepreisung für alle Sektoren eine Vorreiterrolle eingenommen, der die EU bald folgen wird. Dieses marktwirtschaftliche Instrument hat das Potential, Investitionen in innovative und klimafreundliche Technologien attraktiver zu gestalten und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Deshalb wäre der nächste logische Schritt, den in Europa gut funktionierenden Emissionshandel international zu etablieren. Nur dadurch kann eine Minderung der Treibhausgasemissionen nachhaltig erreicht werden“, so Wolfgang Steiger weiter.