02. Mai 2019
Wirtschaftsrat fordert Neuausrichtung der Altersvorsorge
Wolfgang Steiger in der WELT: Mutige Weichenstellungen statt weiterer teurer Rentengeschenke

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert in einem Positionspapier zur Altersvorsorge ein Ende der Wahlgeschenke und verlangt stattdessen tiefgreifende Reformen des Rentensystems. „Wer auf solider, demografiefester Basis den Älteren einen auskömmlichen Lebensabend ermöglichen will, ohne die junge Generation zu überlasten, kommt angesichts der stetig steigenden Lebenserwartung an einer Verlängerung des Renteneintrittsalters nicht vorbei“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der WELT. Auch eine Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge sei notwendig, damit die Rentenversicherung nicht an ihre Grenzen stoße. Eine Kernforderung des Wirtschaftsrates ist das säulenübergreifende Renteninformationssystem, in dem sich jeder Bürger tagesaktuell über seine Rentenansprüche informieren kann. „Damit ein säulenübergreifendes Renteninformationssystem unabhängig von politischer Einflussnahme ist, muss es von einem neutralen, nicht-staatlichen Anbieter bereitgestellt werden“, fordert Wolfgang Steiger. „Erste Umsetzungsschritte bis 2021 sind viel zu zaghaft, hier muss die Bundesregierung mehr Tempo machen.“

Eine weitere Umverteilung von Jüngeren zu Älteren wäre auch deshalb falsch, weil sie Armutsprobleme eher verschärft: Nur 2,6 % der gesetzlichen Rentner sind auf Grundsicherung angewiesen, und auch bis 2030 wird sich diese Quote nach Berechnungen des wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium nur auf maximal 5 % erhöhen – im Durchschnitt der Bevölkerung sind es dagegen bereits heute 9 %. Gleichzeitig wird sich am stetigen Anstieg der gesetzlichen Renten wird sich auch zukünftig nichts ändern. So prognostiziert die Bundesregierung in ihrem Rentenversicherungsbericht auch bei planmäßigem Absinken des Rentenniveaus (Verhältnis der Rentenhöhe für 45 Entgeltpunkte zum durchschnittlichen Arbeitsentgelt der Arbeitnehmer) bis zum Jahr 2030 eine durchschnittliche jährliche Steigerung der ausbezahlten Renten um 2,1 %. Demnach wird sich die Standardrente von heute 1.440 € auf 1.904 € in 2031 erhöhen. Umso wichtiger ist es, dass insbesondere ab 2025 das Rentenniveau deutlich unter 48 % absinken und die Belastung der jungen Generation somit im Rahmen bleiben kann.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel bei WELT-online. Das Positionspapier des Wirtschaftsrates zur privaten Altersvorsorge finden Sie hier.

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