28. März 2019
Wirtschaftsrat fordert rasche Einführung eines säulenübergreifenden Renteninformationssystems
Wolfgang Steiger gegenüber Handelsblatt: Bürger müssen auf Knopfdruck wissen, welche staatlichen und privaten Ansprüche sie erworben haben

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert die zügige Einführung eines säulenübergreifenden Renteninformationssystems.  Mehr Transparenz in der Altersvorsorge ist der Schlüssel zu auskömmlichen Einkommen im Ruhestand für ältere Menschen ohne Überlastung der Jungen“, schreibt Generalsekretär Wolfgang Steiger bei Handelsblatt-Online. „Älteren Bürgern würde dadurch die von Populisten geschürte, oft unbegründete Furcht vor drohender Altersarmut genommen.“ Gerade jüngere Menschen könnten in einer transparenten Renteninformation Versorgungslücken frühzeitig erkennen und durch private Vorsorge schließen. Aus Datenschutzgründen und damit ein solches System unabhängig von politischer Einflussnahme ist, fordert der Wirtschaftsrat die Bereitstellung der Renteninformation durch einen neutralen Anbieter bereitgestellt werden. „Sie darf in keinem Fall abhängig von Institutionen oder Trägern sein“, warnt Wolfgang Steiger. „Für einen unkomplizierten Zugang muss der Abruf zudem nutzerfreundlich, also beispielsweise per App, möglich sein.“

Davon abgesehen sind weitere tiefgreifende Reformen nötig, damit das Rentensystem nicht in Kürze an seine Grenzen stößt. Denn selbst ohne weitere Wahlgeschenke würde der Rentenbeitrag laut Rentenversicherungsbericht und Sachverständigenrat von heute 18,7 Prozent auf 21,5 Prozent in 2029 und mehr als 25 Prozent in 2050 ansteigen. „Für weitere Rentengeschenke fehlt damit jeder Spielraum“, bilanziert Wolfgang Steiger. „Stattdessen müssen wir uns ehrlich machen: Bei immer weniger Beitragszahlern und steigender Rentenbezugsdauer führt kein Weg daran vorbei, dass die Menschen in Zukunft auch über das 67. Lebensjahr hinaus arbeiten. Umso wichtiger ist neben mehr Transparenz in der Altersvorsorge auch eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung.“

 

Lesen Sie hier den vollständigen Handelsblatt-Kommentar von Wolfgang Steiger in unserem Presseecho.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de