25. Juni 2015
Wirtschaftsrat fordert: TTIP-Chancen für Hamburg nutzen!
Gunnar Uldall: Scholz muss sich für TTIP einsetzen // Wirtschaft darf sich nicht verstecken
Hamburg braucht TTIP! So lautet die Kernbotschaft einer vom Wirtschaftsrat Hamburg und der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierten Podiumsdiskussion, die am Donnerstagabend im EMPORIO Tower stattfand.Zum Thema „TTIP – Chancen für den Handelsstandort Hamburg“ diskutierten Elmar Brok MdEP, (Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments), Dr. Hans Fabian Kruse (Präsident AGA Norddeutscher Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e. V.), Andreas L. J. Povel (General Manager American Chamber of Commerce in Germany e. V.) und Prof. Dr. Henning Vöpel (Direktor Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gGmbH).

Elmar Brok MdEP: „Deutschland, dessen Wertschöpfung zu 40 Prozent durch den Export erwirtschaftet wird, profitiert wie keine andere Volkswirtschaft vom freien Handel. Das Freihandelsabkommen ist gerade für die Hansestadt Hamburg mit dem drittgrößten Seehafen Europas von großer Bedeutung.”

 

Prof. Dr. Henning Vöpel: „Durch TTIP bilden die USA und Europa die größte Freihandelszone der Welt. Das Abkommen kann dazu beitragen, die Rolle des durch die Krise erheblich geschwächten Europas in einer neuen globalen Ordnung zu stärken. Gerade die mittelständische Exportwirtschaft in Hamburg würde von einheitlichen Standards und sinkenden Handelskosten profitieren.“

 

Der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Hamburg, Gunnar Uldall, sagte im Rahmen der Veranstaltung: „Hamburg ist der führende Außenhandelsstandort Deutschlands und wäre hierzulande der Hauptprofiteur von TTIP. Umso mehr verwundert es, dass der Erste Bürgermeister Olaf Scholz sich bislang überhaupt nicht um das Thema gekümmert hat. Im Interesse der Stadt muss er sich im Bundesrat und in seiner Partei, zumal als stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, vehement für TTIP einsetzen.“

 

Gleichzeitig appellierte der Landesvorsitzende auch an die Unternehmerinnen und Unternehmer in Hamburg, in Sachen TTIP endlich Farbe zu bekennen und sich öffentlich für das Freihandelsabkommen mit den USA stark zu machen: „Die Politik kann TTIP nur durchsetzen, wenn sie auf die aktive Unterstützung der Wirtschaft zählen kann. Es darf nicht sein, dass wir den Kopf in den Sand stecken und den TTIP-Gegnern die Bühne überlassen“, so Gunnar Uldall.

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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