13. September 2016
Wirtschaftsrat: Forschungs- und Entwicklungsausgaben deutlich intensivieren
Gunnar Uldall: Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung hinken weit hinterher

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Hamburg, fordert den Senat zu mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung auf. „Die Innovationskraft unserer Wirtschaft ist die Voraussetzung für Wohlstand. Hier hinken wir hinter anderen Bundesländern hinterher“, erklärt der Landesvorsitzende Gunnar Uldall.


Laut einer aktuellen Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft schafft es Hamburg nicht, das Ziel der Bundesregierung und der EU zu erreichen, die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern.


In Baden-Württemberg wenden allein die Unternehmen einen Betrag von 3,8 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung auf. Zusammen mit den entsprechenden steuerfinanzierten Aktivitäten von Hochschulen und staatlichen Instituten ergibt sich eine Gesamtquote von 4,8 Prozent. In Hamburg hingegen machen die Gesamtausgaben lediglich 2,27 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung aus.


Gunnar Uldall sieht daher erheblichen Nachholbedarf: „Hamburg muss in den kommenden Jahren stärker zu einer Wissens- und Gründergesellschaft werden, um die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts zu gewährleisten. Ein immer höherer Anteil der Wertschöpfung entfällt auf Wirtschaftsbranchen, die durch besonders hohe Wissensintensität gekennzeichnet sind. Die Forschungspolitik muss sich darauf konzentrieren, hoch qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, das geistige Eigentum unbürokratischer abzusichern sowie die innovationspolitischen Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern. Höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung sind die Grundlage für wirtschaftspolitische Erfolge und neue Arbeitsplätze.“

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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