04. Januar 2019
Wirtschaftsrat für gezielte Fachkräfteeinwanderung
Wolfgang Steiger gegenüber dpa: Wir sollten aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben.

Der Wirtschaftsrat begrüßt in einem Interview mit der dpa den Entwurf zu einem Fachkräfteeinwanderungsgesetz der Bundesregierung. „Endlich wurde das von uns lange geforderte Fachkräfteeinwanderungsgesetz vom Kabinett auf den Weg gebracht“, betont Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. Die Bundesregierung hat die Weichen für eine Bekämpfung des Fachkräftemangels mit einem erleichterten Zugang von qualifizierten Akademikern, Facharbeitern, aber auch Handwerkern aus dem Ausland in den deutschen Arbeitsmarkt in die Wege geleitet. Eine überzogene Lockerung der Kriterien konnte zudem verhindert werden. „Deutschland sucht sich die Menschen aus, die aufgrund ihrer Qualifikation oder aus einem überzeugenden humanitären Grund hierher kommen“, ergänzt Wolfgang Steiger.

Bereits heute gibt es in der Bundesrepublik 1,2 Millionen offene Stellen. Zusätzlich wird bis 2040 die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter um sechs Millionen zurückgehen, wenn nicht entschlossen gegengesteuert wird. Wolfgang Steiger fordert eine langfristige und nachhaltige Integration von Arbeitskräften aus dem Ausland: „Wir brauchen echte Fachkräfte und nicht Geringqualifizierte, die ihre Arbeitsplätze beim nächsten Konjunkturabschwung gleich wieder verlieren. Was ist gewonnen, wenn jemand nur zwei oder drei Jahre hier gearbeitet hat, aber danach durch unseren Sozialstaat dauerhaft alimentiert werden muss? Wir sollten auch aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben.“ Seit 2015 sind rund eine Million neue Hartz IV-Bezieher mit Migrationshintergrund registriert worden. Dieser Herausforderung muss sich die Bundesregierung bewusst sein. „Ich warne davor, wieder in die damalige Blauäugigkeit in Teilen von Politik und auch Wirtschaft zu verfallen. Nur durch den langanhaltenden Aufschwung konnten die mehrheitlich sehr geringqualifizierten Zuwanderer vielfach in einfache Beschäftigungen gelangen“, mahnt Wolfgang Steiger.

 

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