03. März 2016
Wirtschaftsrat: Hafen muss Mega-Containerschiffen angepasst werden
Gunnar Uldall: Infrastrukturmaßnahmen notwendig, um Attraktivität des Hamburger Hafens für Reedereien zu sichern

Zum Thema „Mega-Containerschiffe: Fluch der Economies of Scale?“ sprach Prof. Dr.-Ing. Ulrich Malchow, Fachbereich Nautik & Seeverkehr des Centre of Maritime Studies der Hochschule Bremen, am Donnerstagmorgen vor rund 90 Mitgliedern und Gästen des Wirtschaftsrates Hamburg.

 

Ulrich Malchow erklärte: „Der Trend zu Mega-Containerschiffen verursacht für alle Betroffenen (Häfen, Terminals und Verlader) Probleme und hohe Extra-Kosten – ohne seinen Betreibern mittlerweile noch Vorteile zu bringen. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall. Speziell für Hamburg ist dieser Trend Gift. Es ist allerdings auch im Interesse vieler anderer Häfen, diesen Trend zu stoppen. Angesichts des irrationalen Bestellverhaltens der Containerlinien selbst, wären die Häfen offensichtlich auch die einzigen, die dies im Rahmen einer konzertierten Aktion könnten.“

 

Der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Hamburg, Gunnar Uldall, sagte: „Die Mega-Containerschiffe bringen die eigentlich sehr gute Infrastruktur des Hafens zusehends an ihre Grenzen. Dieser Realität darf man sich nicht verschließen. Auch, wenn die Entwicklung hin zu Mega-Frachtern, wie von Prof. Malchow dargelegt, ökonomisch fragwürdig erscheint, wird sich dieser Trend so schnell nicht stoppen lassen. Heißt im Umkehrschluss: Wenn der Hamburger Hafen sich nicht zügig durch Infrastrukturmaßnahmen auf die neuen Schiffsgrößen einstellt, sägt er an seinem eigenen Ast. Das betrifft zuallererst die Fahrinnenanpassung, aber auch vor allem die Ausbaggerung der Hafenbecken sowie die Wende- und Ausweichmöglichkeiten.“

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
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