28. Januar 2019
Wirtschaftsrat Hamburg zu Diesel-Fahrverboten: Kein weiterer hysterischer Aktionismus
Dr. Henneke Lütgerath: Volkswirtschaftlicher Schaden durch Fahrverbote ist immens

Der Wirtschaftsrat Hamburg fordert ein sofortiges Moratorium für Diesel-Fahrverbote, nachdem ernsthafte wissenschaftliche Zweifel an den Grenzwerten laut wurden. „Die Vorbehalte an den bestehenden Grenzwerten für Feinstaub und Stickoxide werden immer größer. Solange keine wissenschaftliche Neubewertung der Grenzwerte vorgenommen wurde, sollten die bereits erlassenen Diesel-Fahrverbote in Hamburg ausgesetzt und keine weiteren beschlossen werden“, fordert Dr. Henneke Lütgerath, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Hamburg. „Die Lösung liegt nicht im hysterischen Aktionismus, sondern in einer besonnenen Strategie, welche die Folgen für alle Beteiligten mit einschließt“, mahnt Lütgerath.

 

Bisher fehlte es der Debatte an Weitsicht und Objektivität, wie nun auch die veröffentlichten Zweifel an den Grenzwerten zeigen. „Voreilige Verbote tragen wenig zur Luftreinhaltung bei und richten sich gegen die Menschen, die dieses Land mit ihren Steuern und Sozialabgaben finanzieren: Pendler, Handwerksmeister oder die Logistiker, die Supermärkte beliefern, Internetbestellungen oder Baumaterial ausliefern. Die Verbote enteignen praktisch Millionen von Verbrauchern, deren Fahrzeuge massiv an Wert verlieren“, kritisiert der Landesvorsitzende Lütgerath. „Es kann nicht im Sinne der Politik sein, diese Menschen zu verprellen.“

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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