15. November 2017
Wirtschaftsrat Herford diskutiert über Führung 4.0
Daniela Best (Foto: Wirtschaftsrat)

Bei der Digitalisierung komme es nicht nur auf Bits und Bytes an. Dies machte die Personalexpertin Daniela Best, Geschäftsführerin und Standortleiterin bei der PTA Praxis für teamorientierte Arbeitsgestaltung GmbH, bei einem Austausch mit der Sektion Herford des Wirtschaftsrates der CDU e.V. deutlich. Es gehe vor allem um den Menschen. Moderiert wurde das Gespräch über Führung 4.0 von Sektionssprecher Martin Bienen, der die Mitglieder und Gäste auf dem Gelände des neu geschaffenen Bildungscampus Herford begrüßte. Zuvor stellte Norbert Landshut, Geschäftsführer der SEH Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH, die Räumlichkeiten und das Konzept des Bildungscampus vor. 

Norbert Landshut stellt das Konzept des Bildungscampus Herford vor (Foto: Wirtschaftsrat)

Die digitale Revolution biete für alle Unternehmen viele Chancen, aber auch Herausforderungen, so Best. Hierarchische Strukturen seien dabei hinderlich. „Der moderne Chef nimmt die Rolle eines Ratgebers und Coaches ein und schafft die bestmöglichen Rahmenbedingungen für seine Mitarbeiter.“ Stichwort: Wertschätzende Führung. Von einer Führungskraft werde in Zukunft nicht mehr erwartet, in allen Detailfragen Bescheid zu wissen, sondern ein gemeinsames Ziel und Werte vermitteln zu können. 

v.l.n.r. Norbert Landshut, Daniela Best, Martin Bienen (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Digitalisierung führe natürlich auch zu Unsicherheiten. „Im Umbruch brauchen wir Führungskräfte, die sich rasch auf Neues einstellen können und Menschen dabei mitnehmen.“ Die Aufgabe der Führung bestehe darin, Mitarbeitern Ängste zu nehmen und Höchstleistungen zu ermöglichen. Auch in Bezug auf Arbeitszeitmodelle forderte Best neues Denken. „Wir brauchen eine Vertrauens- und Zutrauenskultur.“ Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, Arbeitszeiten ihrer individuellen Lebenssituation anzupassen.