03. Januar 2017
Kein gesetzlicher Mindestlohn für Nachqualifizierung von Flüchtlingen
Wolfgang Steiger: Wer Flüchtlinge von Nachqualifizierungen ausschließt, befördert gefährliche Parallelgesellschaften!

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. unterstützt die Klarstellung der Bundesregierung, dass für die Nachqualifizierung von Flüchtlingen der gesetzliche Mindestlohn nicht gelten soll. „Qualifizierung ist der entscheidende Schlüssel für den Einstieg in den Aufstieg am Arbeitsmarkt. Hürden in Form eines gesetzlichen Mindestlohns würden den Betroffenen schweren Schaden zufügen. Deshalb sind zurecht bereits heute Berufsausbildungen, berufsqualifizierende Praktika und Anpassungslehrgänge, beispielsweise für angehende Ärzte und Krankenschwestern, von der staatlichen Lohnuntergrenze ausgenommen. Umso mehr muss dies für Flüchtlinge gelten, die eine Nachqualifizierung zur Anerkennung ihrer Abschlüsse benötigen: Ihre Arbeitsproduktivität ist meistens niedriger als die einheimischer Azubis, für die kein gesetzlicher Mindestlohn gilt. Damit Asylbewerber eine Chance auf berufliche Qualifizierung und damit Integration in Beschäftigung und Gesellschaft haben, darf für sie erst Recht keine staatliche Lohnuntergrenze gelten. Alles andere würde der Bildung von Parallelgesellschaften nachhaltig Vorschub leisten“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

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