03. April 2018
Keine weitere Vergemeinschaftung von Risiken in Europa
Wolfgang Steiger zur deutschen Europapolitik in der Augsburger Allgemeine

„Juncker und Macron tun nichts weiter, als immer höhere Summen für Staaten zu fordern, die immer mehr Schulden auftürmen und Reformen für ihre Wettbewerbsfähigkeit verschleppen. Es ist eine Lebenslüge, dass sich die Krise durch mehr Transfers lösen lässt. Im Gegenteil: Wir halten Strukturen künstlich aufrecht, die gerade nicht wettbewerbsfähig sind“, kritisiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, gegenüber der Augsburger Allgemeine Zeitung und anderen Regionalzeitungen die europapolitischen Forderungen des französischen Präsidenten Macron und des Kommissionspräsidenten Juncker. „Europa muss zuerst seine Krisen lösen und wieder zu verbindlichen Regeln zurückkehren, bevor es weitere Schritte zur Vertiefung einleitet“, erklärt Wolfgang Steiger. „Es kann nicht sein, dass deutsche Sparer dazu verdammt werden, für heruntergewirtschaftete Banken in Italien die Zeche zu zahlen.“

„Die sich anbahnende Italien-Krise birgt Explosionsgefahr für die gesamte Europäische Union und Euro-Zone. Das muss endlich ehrlich thematisiert werden“, fordert Wolfgang Steiger. Ermöglicht durch die massiven Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank sei Italiens Schuldenberg immer weiter in die Höhe geschossen. „Auch die enormen Risiken im italienischen Bankensystem bleiben ungelöst. Vor diesem Hintergrund gibt es überhaupt keine Grundlage für eine europäische Einlagensicherung. Bewohner eines Hauses am Rhein oder auf der Schwäbischen Alb würden doch auch nicht eine gemeinsame Hochwasserversicherung mit gleichen Prämien eingehen."

 

Lesen Sie den Artikel in der Augsburger Allgemeine Zeitung.

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