25. September 2020
Keine weiteren Verzögerungen bei Zuteilung der 450 MHz-Frequenzen an Energiewirtschaft
Wolfgang Steiger: Digitales Kommunikationsnetz ist unabdingbar für eine sektorübergreifende Energiewende

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert im Vorfeld der Beiratssitzung der Bundesnetzagentur am kommenden Montag, das Vergabeverfahren zur Zuteilung der 450 MHz-Frequenzen an die Energiewirtschaft und andere kritische Infrastrukturen wie vorgesehen bis Ende 2020 abzuschließen. „Die Frequenzen sind unabdingbar für die Digitalisierung und damit für das Gelingen der Energiewende. Sie können wichtige Innovations- und Wachstumsimpulse auslösen, die wir für die Zeit nach Corona dringender denn je brauchen“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. „Weitere aufschiebende politische Interventionen können wir uns bei diesem Thema deshalb nicht mehr leisten.“

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Schwankungen in der Stromerzeugung machen unser Energiesystem immer komplexer. „Um diese Komplexität beherrschbar zu machen, brauchen wir eine digitale Echtzeit-Energiewirtschaft, mit der wir die vielen Millionen Erzeuger und Verbraucher zuverlässig einbinden können“, ist Wolfgang Steiger überzeugt. „Das funktioniert aber nur mit einem sicheren und zuverlässig verfügbaren Kommunikationsnetz auf Basis der 450 MHz-Frequenzen.“ Nur ein 450 MHz-Funknetz bietet für die Energiewende eine leistungsfähige, zeitlich kurzfristig realisierbare und wirtschaftlich tragfähige Kommunikationslösung, zu der es keine realistische Alternative gibt. Die Energiewirtschaft ist auf die zukunftsfähigen Eigenschaften dieses Frequenzbereiches angewiesen, wie etwa die Flächen- und Gebäudeabdeckung oder die Möglichkeit, das Netz gegen Stromausfälle abzusichern.

Der Einsatz der 450 MHz-Frequenzen ermöglicht gleichzeitig die konsequente Marktintegration sämtlicher dezentralen Stromerzeuger, -speicher und -verbraucher. „Das erhöht die Effizienz und Liquidität des Strommarktes und befähigt Haushalte und Unternehmen, im Rahmen variabler Stromtarife effizient darüber zu entscheiden, wann und wie sie ihren Strom erzeugen und verbrauchen“, fasst Wolfgang Steiger zusammen. „Die Bundesnetzagentur spricht sich seit langem für die vorrangige Nutzung der 450 MHz-Frequenzen für Anwendungen der Energiewirtschaft und anderer Betreiber kritischer Infrastrukturen aus und wird hierbei auch durch einstimmige Beschlüsse des Beirates der Bundesnetzagentur und der Wirtschaftsministerkonferenz sowie zahlreiche Gutachten, u.a. des Bundeswirtschaftsministeriums, unterstützt. Auch der Wirtschaftsrat schließt sich dieser Sichtweise an“, so Wolfgang Steiger weiter. 

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