01. Februar 2019
Wirtschaftsrat kritisiert Scholz-Steuerpläne in der FAZ
Wolfgang Steiger: Eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes trifft den Mittelstand hart

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitierte in ihrer heutigen Ausgabe: Der Wirtschaftsrat sprach von „sozialistischen Umverteilungsphantasien". Gerade in Zeiten einer sich leicht abkühlenden Konjunktur sei es für die deutsche Wirtschaft wichtig, positive Signale aus der Politik zu erhalten. Generalsekretär Wolfgang Steiger wies darauf hin, dass die Einkommensteuer für Personengesellschaften entscheidend ist. Schon heute erreiche sie zusammen mit dem Solidaritätszuschlag bis zu 48 Prozent. Vor diesem Hintergrund begrüßt der Wirtschaftsrat das Impulspapier der Arbeitsgruppe Finanzen der Unionsfraktion zu den Steuerplänen des Bundesfinanzministers ausdrücklich, es greift wichtige Forderungen des Wirtschaftsrates auf. 

Zum einen gilt es, eine rechtsformunabhängige Besteuerung von Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften - nach Möglichkeit nicht nur für nicht entnommene Gewinne – zu erreichen. „Die Einkommensteuer ist für Personengesellschaften die Unternehmenssteuer. Eine Besteuerung mit dem Spitzen- oder Reichensteuersatz zuzüglich des Soli beträgt aktuell bereits bis zu 48 Prozent. Und das obwohl als Personengesellschaft organisierte Unternehmer oftmals mit ihrem gesamten Privatvermögen haften. Hier geht es um den in allen Sonntagsreden so oft gepriesenen Mittelstand in Deutschland“, erklärt Wolfgang Steiger. „Handlungsbedarf ist daher mehr als gegeben: der Soli muss vollständig und für alle Steuerzahler abgeschafft werden, die Belastung der Unternehmen auf Unternehmensebene auf 25 Prozent gesenkt werden“, erklärt Wolfgang Steiger weiter.

 

Weitere wichtige, flankierende Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen sind der Abbau der überbordenden Offenlegungs- und Mitwirkungspflichten, die Entfernung von Substanzbesteuerungselementen aus der Gewerbesteuer, die Anpassung der im Steuerrecht genutzten Zinssätze an die Marktrealitäten, die Reform der Hinzurechnungsbesteuerung sowie die Beibehaltung der Abgeltungssteuer auch für Zinseinkünfte.

 

Lesen Sie den Artikel in der Frankfurter Allgemeine Zeitung von heute auf S. 18 oder  auf finanzen.net

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